Deutschland
Berlin zeigt sich offen für deutlich höheres NATO-Ziel bei Verteidigungsausgaben
Der US-Präsident ruft nach immer höheren Rüstungsinvestitionen und bekommt nun Rückhalt vom deutschen Außenminister Wadephul. Hinter dessen Worten dürfte ein gemeinsames Kalkül mehrerer NATO-Partner stecken. Doch Kritik kommt auch aus der eigenen Koalition.
Der neue deutsche Außenminister Johann Wadephul spricht sich für deutlich höhere Verteidigungsausgaben aus Foto: AFP/Ozan Kose
Deutschland schafft es derzeit gerade so, zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben. Dieses NATO-Ziel blieb lange unerreicht, sehr zum Unmut der USA. Mehrere US-Präsidenten hatten Deutschland und andere europäische NATO-Staaten dazu aufgefordert, ihre Verteidigungsausgaben in die Höhe zu schrauben und mehr Verantwortung in dem Bündnis zu übernehmen. Diese Forderungen gipfelten zuletzt im Aufruf von US-Präsident Donald Trump, dass künftig fünf Prozent aufzubringen seien.