Migration

Bei Anrainern der Balkanroute findet deutsche Moria-Debatte kaum Widerhall

Die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos schlafen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße

Die Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos schlafen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

Die in Deutschland wieder aufgeflackerte Flüchtlingsdebatte findet in Südosteuropa kaum Widerhall. Egal, ob Minderjährige aus Moria aufgenommen werden sollen oder nicht: Bei den EU-Anrainern der sogenannten Balkanroute ist das Mitgefühl für die Bewohner des abgefackelten Lagers begrenzt. Mit der Grenzüberwachung und der Versorgung der ohnehin meist aus Griechenland einreisenden Transitmigranten fühlen sich die Anrainer schon jetzt überlastet. Auch die Erfahrung, dass die Balkanstaaten für die nach Italien oder Westeuropa drängenden Flüchtlinge allenfalls Durchgangsstationen, aber kaum Zielländer sind, bremst dort die Debatte über deren Aufnahme.

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