Europa
Bauern fürchten Flut neuer Milchseen wegen Corona-Krise
Es sind Szenen wie diese, die Europas Milchbauern in der Corona-Krise fürchten: Pierre Villiers, ein junger Viehzüchter aus der Normandie, musste binnen drei Wochen rund 15.000 Liter Milch wegschütten, da er keine Abnehmer mehr dafür fand.
Kühe können sich nicht den Märkten anpassen Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa
Wie ihm geht es vielen Milchbauern, denn die weltweite Pandemie hat Absatzmärkte zerstört, Preise gedrückt und Lieferketten unterbrochen. Deutsche Erzeuger warnen vor einer Beschleunigung des Höfesterbens. Der Einbruch auf dem Milchmarkt kommt aus Sicht der Landwirte zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn nun im Frühjahr erreicht die Milchproduktion für gewöhnlich ihren Höhepunkt. In dieser Zeit bringen Kühe die Kälber zur Welt und geben Milch, zudem wächst frisches Futter auf den Weiden.