Serbien

Autoritär gestrickter Präsident Vucic nimmt Universitäten ins Visier

Nach den dürftigen Abschneiden seiner nationalpopulistischen SNS bei kürzlichen Kommunalwahlen zieht der autoritär gestrickte Staatschef Aleksandar Vucic wieder einmal die Repressionsschrauben an: Verstärkt nimmt er nun die lästigen Universitäten aufs Korn.

Serbische Studenten und Stadtbewohner protestieren im November in Belgrad gegen Bauprojekt und Präsident Vucic's Politik

Serbische Studenten und Stadtbewohner demonstrierten im November gegen ein Bauprojekt in Belgrad: Präsident Vucic und seine Getreuen aber mögen keine Widerrede Foto: Andrej Isakovic/AFP

Die Protestwelle gegen die Korruption im letzten Jahr hat Serbiens autoritär gestrickten Staatschef Aleksandar Vucic zwar im Amt überlebt, den einstigen Zuspruch für seine nationalpopulistische SNS aber nachhaltig verspielt. Nur mit kräftigen Verlusten wusste sich seine SNS Ende März bei der von unzähligen Unregelmäßigkeiten und Prügelorgien maskierter Parteischläger überschatteten Kommunalwahl in zehn Provinzorten zu behaupten.

Seit dem von ihm als „10:0-Sieg“ gefeierten Pyrrhussieg seiner Partei dreht der dünnhäutige Landesvater aus Angst vor dem Machtverlust seitdem noch kräftiger an der Repressionsschraube – und nimmt verstärkt die Universitäten ins Visier: Dabei macht sich die SNS und ihre Propaganda-Sprachrohre ausgerechnet einen tragischen Todesfall zunutze.

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