Indopazifik

Australiens wunder Punkt im Norden: Sorge wegen zunehmender Militarisierung Chinas

Um sich gegen die zunehmende Militarisierung Chinas zu wappnen, baut Australien seine Streitkräfte um und militarisiert den spärlich bewohnten Norden des Landes. Doch genau dort ist der wunde Punkt des Landes: Der strategisch wichtige Hafen in Darwin ist seit 2015 an eine chinesische Firma verpachtet.

Australische Marineangehörige während einer Parade in Melbourne: Australien hat angesichts der zunehmenden Militarisierung eine neue Verteidigungsstrategie entwickelt

Australische Marineangehörige während einer Parade in Melbourne: Australien hat angesichts der zunehmenden Militarisierung eine neue Verteidigungsstrategie entwickelt Foto: William West/AFP

Als Australien den Hafen von Darwin Ende 2015 an eine chinesische Firma verpachtete, soll die US-Regierung dies aus der New York Times erfahren haben. Letzteres verärgerte den früheren US-Präsident Barack Obama angeblich so sehr, dass er sich den damaligen australischen Premierminister Malcolm Turnbull persönlich vorknöpfte und ihn bat, Washington doch künftig eine „Vorwarnung bei derartigen Dingen“ zu geben. „Lassen Sie es uns beim nächsten Mal wissen“, soll er gesagt haben. Das Gespräch soll freundlich verlaufen sein, Turnbull soll gar gescherzt haben, dass der US-Präsident doch besser die farbenfrohe Boulevardzeitung The NT News abonnieren solle – die Hauszeitung für das australische Nord-Territorium.

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