Neue Studie

Australiens Social-Media-Verbot: Jugendliche wissen weniger – und das ist erst der Anfang

Neue Forschung zeigt: Je konsequenter das Social-Media-Verbot greift, desto schlechter informiert sind Teenager. Parallel verschärft sich weltweit die Debatte über strengere Plattformregulierung und den richtigen Umgang mit Jugendlichen im Netz.

Jugendliche diskutieren kontrovers über Social-Media-Verbot in mehreren europäischen Ländern

Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche ist umstritten, wird allerdings in vielen europäischen Ländern diskutiert Foto: AFP/William West

Seit Dezember 2025 gilt in Australien ein Gesetz, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung sozialer Medien verbietet. Die Absicht war gut: Junge Menschen sollen vor den nachgewiesenen Risiken sozialer Plattformen geschützt werden. Doch erste Forschungsergebnisse zeigen eine unerwünschte Nebenwirkung – und die hat weitreichende Folgen für die Demokratie.

Im Februar 2026 befragten Forscherinnen und Forscher der RMIT University im Rahmen einer Studie, die das Nachrichtenverhalten junger Australier seit 2017 dokumentiert, insgesamt 1.027 junge Menschen zwischen 10 und 17 Jahren. Das Ergebnis ist beunruhigend: Von jenen Jugendlichen, deren Social-Media-Nutzung durch das Verbot erheblich eingeschränkt wurde, gaben 51 Prozent an, seitdem deutlich weniger Nachrichten zu konsumieren.

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