Spanien

Aufatmen nach Jahrhundert-Dürre: Wochenlanger Regen lindert Wassernot

Es gibt Bilder, die sagen mehr als tausend Wetterkarten – und das vom Stausee Sau ist definitiv eines davon. Noch vor wenigen Monaten ragte dort der alte Glockenturm aus einer gespenstisch rissigen Lehmwüste. Es war ein Symbol der dramatischen Wasserknappheit in Katalonien. Inzwischen, nach einem äußerst regenreichen Frühlingsstart, ist er komplett vom Wasser umspült. Nur die Spitze des Kirchturms lugt noch heraus.

Regen statt Sonne in der südspanischen Stadt Ronda im März: Touristen waren mit Regenschirmen und -westen unterwegs 

Regen statt Sonne in der südspanischen Stadt Ronda im März: Touristen waren mit Regenschirmen und -westen unterwegs  Foto: Jorge Guerrero/AFP

Denn was in den letzten Wochen vom Himmel kam, war kein Nieselregen, sondern eine regelrechte Sintflut. In vielen Regionen hat es so geschüttet, als wollte der Himmel die vergangenen trockenen Jahre wiedergutmachen – ein Segen für das Land, das an einer Jahrhundertdürre leidet. Spanien kann nun aufatmen: Der Regen hat ganze Arbeit geleistet und die Talsperren kräftig aufgefüllt. Im Landesschnitt sind die Wasserspeicher jetzt zu rund 74 Prozent voll, ein sattes Plus von 16 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

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