Menschenrechte
Aufatmen für Assange – aber nicht für die Pressefreiheit
Nach der Ablehnung des Auslieferungsantrags von Julian Assange ist die Erleichterung bei seinen Unterstützern groß. Doch das Urteil ist alles andere als ein Freispruch für den Wikileaks-Gründer. Kritiker sehen die Meinungs- und Pressefreiheit weiter auf der Anklagebank.
Julian Assange im Jahr 2010 während einer Pressekonferenz im Park Plaza Hotel in London AFP
Als die Neuigkeit vom abgelehnten US-Auslieferungsantrag für Julian Assange aus dem Gericht in London auf die Straße durchsickert, ist es kurz ganz still - bevor ohrenbetäubender Jubel ausbricht. Zahlreiche Unterstützer des Wikileaks-Gründers haben sich am Montag vor dem Old Bailey, dem ehrwürdigen Strafgerichtshof in London, versammelt. Mit «Free-Assange-Now»-Rufen fordern sie seine sofortige Freilassung und feiern ausgelassen die Entscheidung der Richterin.