Ukraine-Krieg
Auf der Suche nach Munition: Die Münchner Sicherheitskonferenz und der Ukraine-Krieg
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz geht die Befürchtung um, die Ukraine könnte den Krieg gegen Russland verlieren, weil die Waffenkammern des Westens leer sind.
Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz forderten Demonstranten aus mehreren Staaten ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine Foto: Odd Andersen/AFP
Vorne auf der Bühne sitzen Antony Blinken und Annalena Baerbock. Neben ihnen Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine. Sie reden über Waffen, über Ersatzteile, über Nachschub – vor allem bei der Munition. Ihre Bestandsaufnahme klingt wie ein Alarmsignal: Der Ukraine droht in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland tatsächlich die Munition auszugehen. Verheerend. Muss sich die Ukraine tatsächlich den russischen Aggressoren beugen, weil sie zwar Kampfkraft hat, aber nicht die Mittel für diesen Kampf? Kuleba wird gefragt, was seinem Land am meisten fehle. Seine Antwort: „Munition, Artillerie, Panzer.“ Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell betont, die Ukraine habe „Motivation, aber keine Munition“. Dies sei „paradox“.