Die Linke in Berlin
Auf dem Weg ins Rote Rathaus stehen Eralp die eigenen Leute im Weg
Die Berliner Linke ist nach ihrem Wahlerfolg so stark wie nie – doch selbst in den eigenen Reihen sorgen umstrittene Positionen und Personalien für Unruhe. Grüne und SPD stellen klare Forderungen. Kann es so zu seinem Linksbündnis kommen?
Die Wahlsiegerin und Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp (l.) nimmt an der konstituierenden Sitzung der Linken-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus teil Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Als die neue Berliner Linken-Fraktion am Dienstag erstmals zusammenkam, dürfte auch Elif Eralp noch einmal gestaunt haben. Mit 47 Mitgliedern ist die Fraktion immerhin doppelt so groß wie die alte. Kein Wunder, schließlich war die Linke bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am Sonntag mit 25,7 Prozent klar stärkste Kraft geworden. „So eine starke Fraktion hatten wir noch nie“, jubelte Eralp, die in der Sitzung zur neuen Co-Vorsitzenden neben Tobias Schulze gewählt wurde. Doch die eigenen Leute könnten für Eralp noch zum Problem werden.
Teile der Berliner Linken stehen wegen ihrer Positionen zum Nahostkonflikt und zum Antisemitismus immer wieder in der Kritik. Einige von ihnen sitzen jetzt im Abgeordnetenhaus, darunter Vanessa Emde. Sie bezeichnet „die deutsche Komplizenschaft am Genozid an den Palästinenserinnen“ als Skandal. Staaten spricht sie das Existenzrecht ab.