Trianonvertrag

Auch nach 100 Jahren trauert Ungarn den alten Grenzen nach – und nervt damit die Nachbarn

Am Donnerstag gedenkt Ungarn des 100. Jahrestages des Vertrags von Trianon, der den Verlust von zwei Dritteln des Staatsterritoriums besiegelte. Während Budapest den früheren Grenzen nachtrauert, sind die Nachbarn von Ungarns ewig schmerzender und sorgfältig kultivierter Wunde vor allem genervt.

Viktor Orban irritiert die Nachbarstaaten mit Karten, die Ungarn bis an die Adria wachsen lassen

Viktor Orban irritiert die Nachbarstaaten mit Karten, die Ungarn bis an die Adria wachsen lassen Foto: AFP/Attila Kisbenedek

Ein Schmerz, der nicht vergehen mag. Mit unzähligen Gedenkfeiern, Schweigeminuten, Kranzniederlegungen und Symposien wird Ungarn am Donnerstag den 100. Jahrestag eines Vertragswerks in einem Pariser Vorortpalast würdigen, das als größte Katastrophe und nationales Trauma in die heimischen Geschichtsbücher eingegangen ist: Mit der Unterzeichnung des Vertrags von Trianon verlor Ungarn als einer der Verlierer des Ersten Weltkriegs zwei Drittel seines damaligen Staatsterritoriums.

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