Großbritannien
Asylrecht verschärft: „Illegal Immigration Bill“ soll Bootsflüchtlinge abschrecken
Großbritannien will mit einem verschärften Asylrecht Bootsflüchtlinge aufhalten. Das neue Gesetz sieht vor, dass Migranten und Flüchtlinge, die mit kleinen Booten den Ärmelkanal überqueren, keine Asylanträge stellen können.
Die Pläne der britischen Regierung zur Abweisung von Schutzsuchenden verstoßen gegen internationales Recht, sagen Kritiker Foto: Gareth Fuller/PA Wire/dpa
Die britische Innenministerin Suella Braverman will notfalls gegen die Genfer Flüchtlingskonvention verstoßen, um die Flüchtlingskrise im Ärmelkanal zu beenden. Allein in diesem Jahr kamen in Großbritannien mehr als 3.000 Bootsflüchtlinge an, die von Frankreich oder Belgien aus übergesetzt haben, und im letzten Jahr war es die Rekordzahl von mehr als 45.000. Das hat zu einer politischen Krise geführt, lautete doch eine der Kernversprechen des Brexit, „die Kontrolle über die Grenzen zurückzugewinnen“.