Frankreich

Arzt aus Ruanda wegen Rolle beim Völkermord zu 27 Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Paris verurteilte den ehemaligen ruandischen Arzt Eugène Rwamucyo zu 27 Jahren Haft wegen Beihilfe zum Völkermord. Er ist der achte ruandische Angeklagte in Frankreich.

Die Anwälte des ruandischen Arztes Eugene Rwamucyo (L), der wegen seiner Beteiligung am Völkermord an den Tutsi im Jahr 1994 angeklagt ist, Philippe Meilhac (R) und Rechtsanwalt Mathe (C), treffen am 1. Oktober 2024 vor dem Pariser Landgericht ein

Die Anwälte des ruandischen Arztes Eugene Rwamucyo (L), der wegen seiner Beteiligung am Völkermord an den Tutsi im Jahr 1994 angeklagt ist, Philippe Meilhac (R) und Rechtsanwalt Mathe (C), treffen am 1. Oktober 2024 vor dem Pariser Landgericht ein Foto: Stephane De Sakutin/AFP

Drei Jahrzehnte nach dem Völkermord im ostafrikanischen Ruanda ist ein ehemaliger Arzt in Frankreich zu einer Haftstrafe von 27 Jahren verurteilt worden. Das Gericht in Paris befand den 65-jährigen Eugène Rwamucyo am Mittwoch der Beihilfe zum Völkermord und zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie der Verschwörung zur Vorbereitung dieser Verbrechen für schuldig. Von den Vorwürfen des Völkermords und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde er hingegen freigesprochen.

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