Äthiopien

Amnesty berichtet von Gruppenvergewaltigungen durch TPLF-Rebellen

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Rebellengruppe TPLF in Äthiopien erneut der vorsätzlichen Tötung von Zivilisten sowie Vergewaltigung von Minderjährigen beschuldigt.

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed – hier bei einer Sitzung der Afrikanischen Union in Addis Ababa – erhielt zwar den Friedensnobelpreis, lässt aber Krieg im eigenen Land führen

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed – hier bei einer Sitzung der Afrikanischen Union in Addis Ababa – erhielt zwar den Friedensnobelpreis, lässt aber Krieg im eigenen Land führen Foto: AFP/Amanuel Sileshi

Für den am Mittwoch vorgelegten Bericht befragte Amnesty laut eigenen Angaben 30 Überlebende der Gewalt in zwei Städten in der Region Amhara im Norden Äthiopiens. Fast die Hälfte der Opfer sprach demnach von Gruppenvergewaltigungen durch Kämpfer der TPLF. Die TPLF hatte im vergangenen August und September die Kontrolle in den Städten Chenna und Kobo übernommen und danach die Zivilbevölkerung angegriffen. Ärzte berichteten den Menschenrechtlern, dass Verletzungen darauf hinwiesen, dass bei einigen Vergewaltigungen Bajonette verwendet wurden.

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