Richtungswahl in Rumänien

Am ultranationalistischen Präsidentschaftsanwärter Simion teilen sich die Geister

Bei Rumäniens Richtungswahl zieht am Sonntag der Ultranationalist George Simion gegen den prowestlichen Nicusor Dan ins Rennen. Schlittert das EU- und NATO-Mitglied ins internationale Abseits oder bleibt es in der europäischen Spur? In der Boomstadt Cluj sind die Geister geteilt – wie im ganzen Land.

Nur noch zwei Kandidaten im Rennen: Wahlplakate für die Präsidentschaftsanwärter Simion und Dan auf einer der sieben offiziellen Wahlwerbetafeln in Cluj

Nur noch zwei Kandidaten im Rennen: Wahlplakate für die Präsidentschaftsanwärter Simion und Dan auf einer der sieben offiziellen Wahlwerbetafeln in Cluj Foto: Thomas Roser

Die Schicksalswahl überschattet in Rumäniens Erfolgsstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) selbst die Geschäfte. Er solle es sich nicht einfallen lassen, am Sonntag George Simion zu wählen, ermahnt am Piata Timotei eine Dame streng ihren Blumenverkäufer: „Wenn du Simion wählst, werde ich bestimmt nicht mehr bei dir kaufen. Was glaubst du denn, wer bei dir Blumen kauft? Die Wähler von Simion oder die von Dan?“

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