Deutschland
Altmaier will Gemeinden und Anwohner an Erträgen von Windrädern beteiligen
Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will betroffene Gemeinden und Anwohner an den Einnahmen von Windrädern beteiligen und so die Zustimmung zu solchen Anlagen erhöhen. Er legte dazu jetzt einen konkreten Vorschlag vor. Allerdings fehlt in der Koalition und mit den Ländern weiter eine Einigung über den Mindestabstand zu den nächsten Siedlungen.
Windräder stehen hinter einem Wäldchen und einem blühenden Rapsfeld. Roland Holschneider/dpa
Altmaier schlägt vor, dass die Betreiber an jede Standortkommune je erzeugte Kilowattstunde „mindestens“ 0,2 Cent pro Jahr zahlen sollen. Das sind laut Rechnung des Ministeriums pro Windrad im Schnitt 20.000 Euro. Das Ziel der Maßnahme wird in dem „Eckpunktepapier“, das dem Tageblatt vorliegt, nicht verheimlicht: „Für Kommunen ist eine so hohe Einnahme geeignet, die Akzeptanz neuer Windenergieanlagen spürbar zu erhöhen und zukünftig auch weitere Flächen zur Verfügung zur stellen“. Einen Teil der Summe sollen die Betreiber auch direkt an die Bürger ausschütten können, und zwar in Form vergünstigter Stromlieferungen. Je Haushalt könnten das 100 bis 200 Euro Ersparnis im Jahr sein. Der Vorschlag soll nur für Anlagen gelten, die ab 2021 errichtet werden. Kleinanlagen sind ausgenommen.