Meinung
Alle wissen, Deutschland ist spät dran – jetzt drängt die Zeit in der Coronakrise
Das Coronavirus breitet sich auch in Deutschland weiter rasant aus, viele Unvernünftige bleiben einfach unvernünftig. Deswegen jetzt die neuen Maßnahmen, die die ersten Bundesländer auf den Weg gebracht haben. Manche Ministerpräsidenten gehen dabei deutlich forscher vor als andere.
Touristen vor dem Brandenburger Tor in Berlin: Deutschland hat es fertiggebracht, Grenzen zu Ländern mit strengeren Restriktionen zu schließen, als es selbst seinen Bürgern auferlegt hat Foto: AFP/John MacDougall
Schritt für Schritt wird das öffentliche Leben nun noch weiter heruntergefahren durch Ausgangsbeschränkungen und komplette Gastronomieschließungen. Doch ein einheitliches Vorgehen aller Bundesländer, wie es eigentlich von den Ministerpräsidenten vereinbart worden ist – Fehlanzeige. Das kann man kritisieren, nach geltender Rechtslage aber auch nicht ändern. Wer anderes erwartet hat, der verkennt: Deutschland ist nun einmal föderal organisiert und jeder Regierungschef hat angesichts einer dynamischen Entwicklung die spezifische Corona-Situation in seinem eigenen Land zu bewerten. Binnen weniger Stunden kann sich da schon vieles ändern. Bayern gibt eindeutig den Takt vor, aber auch das Saarland. Die Grenzländer eben. Sie stehen unter besonderem Druck.