Großbritannien
Alle Räder stehen still – Gewerkschaft der Eisenbahner fordert Johnson heraus
Der größte Bahnstreik seit mehr als 30 Jahren hat am Dienstag in Großbritannien den Verkehr lahmgelegt. Am Anfang des Übels stand eine komplett schiefgegangene Privatisierung. Jetzt setzt eine geschickte Gewerkschaft Premier Johnson unter Druck.
Während der größte Bahnstreik seit über 30 Jahren das Vereinigte Königreich trifft, werden vor dem Waterloo-Bahnhof in London Flugblätter und Zeitungen verteilt Foto: AFP/Ben Stansall
Leergefegte Bahnhöfe, in den Ballungszentren total verstopfte Straßen, riesige Verspätungen – zu Beginn des größten Eisenbahnerstreiks in Großbritannien seit 30 Jahren kam die Verkehrsinfrastruktur auf der Insel weitgehend zum Erliegen. Die Gewerkschaft RMT plant über zwei weitere Streiktage in dieser Woche hinaus bereits eine Ausweitung des Arbeitskampfes. Daran könnten sich demnächst auch Arbeitnehmer aus anderen Sektoren beteiligen, glaubt Frances O’Grady, Chefin des Dachverbandes TUC: „Nach mehr als zehn Jahren Gehaltsstagnation spüren viele Millionen Menschen die dauernde Teuerung am eigenen Leib.“