Nach Gewalt in Tirana

Albanische Studentenproteste gegen die Regierung weiten sich aus

Steinwürfe und Tränengasschwaden, ausgebrannte Regierungsgebäude und verwüstete Geschäfte: Nach der Eskalation der Gewalt in Tirana breiten sich beim EU-Anwärter Albanien die Studentenproteste gegen die als korrupt kritisierte Regierung von Premier Edi Rama auf weitere Städte aus.

Während der Proteste in Tirana ist es auch am Donnerstag zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei gekommen

Während der Proteste in Tirana ist es auch am Donnerstag zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei gekommen Foto: AFP

Albanien kommt nicht zur Ruhe. Brennende Straßenbarrikaden und Ministerien, verwüstete Banken und geplünderte Geschäfte, Steinwürfe und Tränengasschwaden: Von apokalyptischen Szenen, „die an ein Kriegsgebiet erinnern“, berichtete am Donnerstag verstört das Portal der Tirana Times über die „Eskalation der politischen Krise“.

Die zunehmend gewalttätigen Ausschreitungen „reflektieren die sich vertiefende Vertrauenskrise in Albaniens politische Institutionen“, so das Portal. „In die Straßen von Tirana mag möglicherweise irgendwann wieder Ruhe einkehren. Doch die Vertrauenskrise, die Tausende in die Konfrontation mit dem Staat gebracht hat, wird kaum mit dem Rauch verschwinden.“

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