Naher Osten

Ägyptische Behörden nehmen Luxemburger Gaza-Aktivistin fest

Eine luxemburgische Aktivistin wollte aus Ägypten an die Grenze des Gazastreifens marschieren, um dort für die Öffnung der Grenze zwecks humanitärer Hilfe zu demonstrieren. Die ägyptischen Behörden haben sie in Kairo festgenommen. 

Das CPJPO organisiert in Luxemburg Proteste und Aktionen gegen den Krieg in Gaza

Das CPJPO organisiert in Luxemburg Proteste und Aktionen gegen den Krieg in Gaza Foto: Editpress/Julien Garroy

Eine Teilnehmerin der luxemburgischen Delegation des „March for Gaza“ ist bei ihrer Ankunft am Flughafen von Kairo festgenommen worden. Laut Mitteilung der luxemburgischen NGO Comité pour une Paix Juste au Proche-Orient (CPJPO) handelt es sich um Lalla Zineb Bouanani. Die Aktivistin sei ohne Angabe von Gründen in Gewahrsam genommen, in einer Zelle mit zehn weiteren Personen festgehalten und über zwölf Stunden lang weder mit Wasser noch mit Nahrung versorgt worden. Ihr Reisepass und ihr Mobiltelefon wurden ihr abgenommen.

Weitere Teilnehmerinnen aus Luxemburg, die zunächst ihr Hotel bezogen hatten, verließen es aus Sorge vor möglichen weiteren Festnahmen durch die ägyptischen Behörden. Auch Mitglieder anderer internationaler Delegationen seien laut Mitteilung festgesetzt worden.

Die Organisatoren der Friedensaktion werfen den ägyptischen Behörden vor, friedliche Proteste im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg zu unterdrücken und sich so indirekt an der Politik Israels zu beteiligen. Ziel der Aktion ist ein friedlicher Protestmarsch zur Grenze von Gaza, um auf die humanitäre Notlage im Gazastreifen aufmerksam zu machen.

Das CPJPO fordert die luxemburgische Regierung auf, sich umgehend für die Freilassung der festgenommenen Aktivistin einzusetzen und den Schutz der Delegation zu gewährleisten. (hat)

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