Bosnien

30 Jahre nach dem Völkermord: Keine Versöhnung über den Gräbern von Srebrenica

Frisch aufgeworfene Erdhügel, weinende Angehörige: Drei Jahrzehnte nach dem Völkermord an über 8.000 muslimischen Jungen und Männern im ostbosnischen Srebrenica werden noch immer die Toten beerdigt. Zehntausende von Trauergästen nahmen am 30. Jahrestag am Freitag an der Beerdigung der Überreste von weiteren sieben identifizierten Opfern auf dem Gedenkfriedhof von Potocari teil.

Angehörige versammelten sich im Gedenkzentrum von Potocari, unweit von Srebrenica, wo die Überreste Tausender Getöteter begraben sind

Angehörige versammelten sich im Gedenkzentrum von Potocari, unweit von Srebrenica, wo die Überreste Tausender Getöteter begraben sind Foto: Andrej Isakovic/AFP

„Auch wenn 30 Jahre vergangen sind, erlebe ich es so, als wäre es heute passiert“, sagte Zejad Avdic gegenüber dem Webportal der bosnischen Zeitung Oslobodjene vor der Beerdigung seines Bruders Senajid: „Das Wichtigste ist, dass die neuen Generationen sich daran erinnern – und nicht vergessen. Denn jeder vergessene Völkermord wiederholt sich.“

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