Der ökumenische Dienst wurde vom Bischof der katholischen Kirche, Jean-Claude Hollerich, dem Großrabiner in Luxemburg Alain Nacache, dem Imam der muslimischen Gemeinschaft Muhamed Rizvic und dem orthodoxen Metropoliten Atgénagoras, Exarch von den Niederlanden und Luxemburg, gefeiert.

Die gesamte großherzogliche Familie, Regierungsmitglieder, zahlreiche Abgeordnete und Gäste aus Politik und Gesellschaft, sowie viele Bürger nahmen an dieser kirchlichen Feier teil. Aufgrund der Trennung von Kirche und Staat gehört das Tedeum nicht mehr zum offiziellen Programm der Feierlichkeiten am Nationalfeiertag.

Würdigung für Vereine und Hilfsorganisationen

Zentrale Themen in der Ansprache von Erzbischof Hollerich waren, wie zuvor beim offiziellen Festakt in der Philharmonie, der Zusammenhalt und die Integration. In diesem Zusammenhang würdigte Hollerich die Arbeit der Vereine im Land, die für den Zusammenhalt in der Gesellschaft sorgen, ebenso wie die zahlreichen Hilfsorganisationen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und Solidarität vorleben.

Genau wie Großherzog Henri am Donnerstagmorgen beim offiziellen Festakt in der Philharmonie warnte auch Erzbischof Hollerich vor einer Spaltung Europas, das derzeit nicht nur von Großbritannien in Frage gestellt wird. Auch in Luxemburg seien ähnliche Tendenzen zu bemerken.

„Europa ist Luxemburgs Heimat“, betonte Hollerich. „Wir brauchen Ideale und Visionen für unser Land“, schloss er seine Ansprache mit Blick auf die Zukunft Luxemburgs ab.

Viele Fächer, wenige Hüte

Im Vergleich zu vorherigen Jahren, als noch mehr weibliche Gäste Hut trugen, hatten sich in diesem Jahr nur wenige für eine Kopfbedeckung entschieden. Entweder passten die Hüte, die man zu Hause hatte, nicht mehr zum neuen Outfit, verriet man uns, oder das Sommerwetter war dafür verantwortlich.

Denn auch in der Kathedrale war es vergleichsweise warm, zählte man die vielen Menschen, die mit einem Fächer oder dem Tedeum-Programm versuchten, sich eine leichte Abkühlung zu verschaffen. Abgeschlossen wurde der Dienst mit der Nationalhymne „Ons Heemecht“.

Daisy Schengen