18. Februar 2014 03:22;Akt: 18.02.2014 08:32

Luxemburgisch soll anerkannt werden

EUROPäISCHE SPRACHE

Die „Initiativ fir eis Sprooch“ hatte eine Petition in Umlauf gebracht, die verlangt, dass Luxemburgisch in der Verfassung verankert werden soll und in die Liste der anerkannten europäischen Sprachen eingeschrieben wird.

Die „Initiativ fir eis Sprooch“ ist enttäuscht über die Haltung der Regierung. (Bild: Tageblatt-Archiv / Fabrizio Pizzolante)

Dies weil Luxemburg ein EU-Mitbegründer und die Sprache ein Teil der nationalen Identität sei.

Die Initiative, so heißt es in einer Mitteilung, habe nie verlangt, dass alle europäischen Texte auf Luxemburgisch übersetzt würden, obwohl auch dies ein Recht wäre, auf das Luxemburg bestehen könne. So würden alle Dokumente auf Katalanisch und auf Maltesisch übersetzt werden.

Es gehe der Initiative lediglich darum, dass die Sprache anerkannt werde; es sei kein Problem, wenn die EU-Texte für Luxemburg weiter auf Französisch verfasst würden.

Der Parlamentspräsident habe die Regierung aufgefordert, zu den Forderungen der Initiative Stellung zu beziehen, was denn nun auch geschehen sei. Die Regierung habe mitgeteilt, dass, ehe die Sprache auf europäischer Ebene anerkannt werden könne, diese erst in der Verfassung verankert werden müsse, was bei der anstehenden Verfassungsreform denn auch geschehen soll.

Frechheit gegenüber dem Luxemburger Volk

Die Regierung, so die Initiative, sei allerdings nicht bereit, sich für eine europäische Anerkennung einzusetzen, womit sie einen Teil unserer Identität aufgebe.

Dies sei für die Initiative und für einen großen Teil der Bevölkerung unverständlich. Die Sprache eines Mitbegründers der EU könne nicht von dieser anerkannt werden, wenn die eigene Regierung dies nicht verlange. Dies sei eine Frechheit gegenüber dem Luxemburger Volk.

Die Regierung hatte aufgrund der Petition unterstrichen, dass eine Anerkennung als europäische Sprache die Übersetzung aller gemeinschaftlichen Texte nach sich ziehen würde, und das obwohl unsere eigenen Gesetzestexte auf Französisch seien.

r.s./Tageblatt.lu

  • PL am 19.02.2014 00:29 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach verréeckt sinn Letzebuerger. Emmer mée. Besonnesch de ée "Tattergreisen" à la Lex Rod. Sorry Lex, mais ett géed duer!

    • CONTER Jeannot am 19.02.2014 18:11 Report Diesen Beitrag melden

      Hudd Dir eppes dergéint well ärt lëtzebuergesch esou schlecht ass??

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  • D'Kätti vun Hanerwéinheffen am 18.02.2014 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wéini ginn et endlech d'Schelder, déi een op de Stroosse gesäit op lëtzeburgesch? Mir hu fir Sortie an Entrée jo lëtzebuegesch Nimm, wisou gi se dann net geholl?Wann ech a Bretagne oder Katalonien ginn,fannen ech flott, wéi si hir Identitéit liewen.Wisou maachen mir dat hei net?

    • Siegfried von der Burg am 18.02.2014 21:45 Report Diesen Beitrag melden

      Ja liebe Tatta Kätti, die Lösung hätten sie ganz alleine finden können. Die Luxemburger Wörter lauten Einfahrt und Ausfahrt, sowie Entrée und Sortie, oder Entry und Exit. Alles andere wäre lebensgefährlich. Sie möchten sicherlich heil nach Hause kommen oder nicht. Uebrigens in der Bretagne lese ich, Entrée und Sortie.

    • jang am 18.02.2014 23:18 Report Diesen Beitrag melden

      Nix. D"Letzebuerger Wierder heeschen: Opfaart an Ausfaart. An net aanescht. Gell, euer Hoheit.

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  • Tagoror am 18.02.2014 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Dat eis Sprooch kee Stellewert an der EU huet, hu mer dem Jean-Klot ze verdanken, wat mech perséinlech iergert. Ech war op Malta; dëst Land huet manner Awunner wéi Lëtz. an trotzdem hu se duerchgesat an der EU, dat hiert Maltesisch unerkannt gouf. Si hunn ebe kee Jean-Klot, deen dogéint war!

    • Claude/Bellion am 18.02.2014 20:45 Report Diesen Beitrag melden

      Eis Regierung ass kategoresch dorgéint fir datt eis Sprooch op EU-Niveau unerkannt gëtt. D'Malteser hunn eben besser Politiker wéi mir.Wann der bei eng europaësch Institutioun schaffe gitt, da kënnt der äere Mantel zesumme mat der Sprooch am Vestiär ofginn. Dofir interesséiert sech absolut kee lëtzebuerger Politiker.

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