28. Januar 2017 08:22;Akt: 28.01.2017 08:29

EU muss dringend helfen

KOMMENTAR

Halbe Ration für 1,4 Mio. Iraker

Die Meldung ging am gestrigen Freitag unter, zu sehr ist die Welt noch mit den Trump’schen Allüren beschäftigt. Dennoch könnte sich nach der gestrigen Ankündigung des Welternährungsprogramms, aus Geldmangel die Lebensmittelrationen für mehr als 1,4 Millionen Flüchtlinge im Irak zu halbieren, das wiederholen, was sich im Sommer 2015 zwischen dem Vorderen Orient und Europa zugetragen hat.

Bereits damals hatten sich Hunderttausende Flüchtlinge auf den Weg nach Europa gemacht, als der UNO das Geld ausging, um die Menschen in den Flüchtlingslagern halbwegs anständig durchzufüttern. Das war im Frühjahr 2015. Und im Sommer standen die ersten vor den Toren Europas, denen rund eine Million folgen sollten. Es mag vielleicht sein, dass die meisten betroffenen Iraker, in der Hoffnung, das vom IS gehaltene Mossul werde bald fallen, in den Lagern ausharren und auf absehbar bessere Zeiten setzen. Sollte sich dies aber hinziehen und die Teller leer bleiben, könnte es auch sie über die Türkei Richtung Europa ziehen, wo schon Zehntausende von ihnen angekommen sind.

Es sollte dann aber bloß niemand in den EU-Staaten überrascht sein: Denn wenn wir nicht dafür sorgen, dass diese Menschen wenigstens in ausreichendem Maße das bekommen, was man zum Leben braucht, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie – zu Recht – zu uns kommen, um das Nötigste einzufordern.

Guy Kemp

  • Pravdablatt am 30.01.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    "wenn sie – zu Recht – zu uns kommen" Welches Recht? Base légale?

  • GuyT am 29.01.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unendlich günstiger und auch ethisch besser ist es die Flüchtlinge nahe an den Herkunftsländer zu unterstützen. Deutschland wird für Unterbringung, Verpflegung sowie Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge laut Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) 2016 und 2017 knapp 50 000 Mio Euro aus. Ein Bruchteil davon reicht aus um Flüchtlinge vor Ort zu versorgen.

    • René Charles am 30.01.2017 01:16 Report Diesen Beitrag melden

      Nö: keng 50 milliarden, sondern 27,5. ( 27 500 Millounen )laut de Medien ( NDR) huet dat ganzt bis elo kascht. Awer just 2016. / 2017 as net ofzeschätzen: méi Réckféirungen wengt multiplen Identitéiten, kriminellen Doten, resp. fräiwëllech mat "Täschegeld" zréck, Famillen déi därfen nokommen asw.

    • GuyT am 30.01.2017 13:20 Report Diesen Beitrag melden

      Warum sollten Zahlen des staatl. NDR richtiger sein? Besonders wo die Regierung selbst ankündigt dass ein Sonderbudget im BUNDEShaushalt zur Versorgung der Flüchtlinge von 2016 bis 2020 insgesamt rund 93,6 Milliarden Euro bereitstellt. Zu diesen Zahlen müssen die Ausgaben der einzelen Bundesländern auf kommunaler hinzugerechnet werden sowie die indirekten Ausgaben für den Ausbau verschiedener Aemter und schlussendlich das von den Medien wenig beachteten Anzapfen von Krankenkassenreserven zur medizinischen Versorgung. Außer dem gibt die EU ja auch selbst einen Kostenvoranschlag (250 000/Pers

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  • weit am 28.01.2017 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Und sie kommen zu uns zu Recht um das Nötigste einzufordern ? Wieso nicht zu den reichen Scheichs ihre Glaubensbrüder ??

    • Fred Reinertz Barriera am 29.01.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

      weit; sie haben Recht wesshalb zu uns statt zu den Glaubensbrüdern in den Emiraten und Saudi Arabien die im Geld nur so schwimmen? Aber die habe die Grenzen scharf gesichert und machen von der Schusswaffe gebrauch wenn man versucht mit Gewalt die Grenze zu überwinden....selbst gesehen....

    • René Charles am 29.01.2017 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Weil sie sich untereinander als Ungläubige bezichtigen: Sunniten, Schiiten, Aleviten, Salafisten usw. haben alle eine andere Auslegung, wer der echte Prophet ist und verteidigen ihre eigene Auslegung. Wer diese nicht hat ist 'ungläubig' in den Augen der anderen; ihm wird Hilfe versagt und, laut dem Gründer des Islam, soll man seine Religion ausbreiten helfen, wenn nötig mit dem Schwert. USA und Europa versinken im Morast der Einmischung in einen weltweiten Glaubenskrieg innerhalb der arabischen Welt. LINK:

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