Kritik an Computerspielen reduziert sich heute immer noch allzu oft darauf, dass Spiele gewalttätiges Verhalten auslösen können und eine Gefahr für Kinder darstellen, während sie für Erwachsene einfach nur ein Zeitvertreib sind.

Wenn sich die Wissenschaft mit den Vorzügen von Computerspielen befasst, dann reduziert sie diese oft auf den positiven Einfluss von Games auf die Hand-Augen-Koordination und die Reaktionsgeschwindigkeit von Kindern. Das wird Computerspielen allerdings nicht gerecht. Neben Buch und Film sind sie ein Medium zum Erzählen und Erleben von Geschichten. Anders als die beiden anderen sogar ein interaktives, indem der Spieler aktiv in die Geschichte eingreifen kann. Computerspiele sind nicht schlechter als Bücher, Serien oder Filme, wenn es darum geht, eine Story zu erzählen. Jedes neue Spiel stellt den Spieler vor die Herausforderung, es zu meistern und seine Geheimnisse zu ergründen.

Dass Videospiele oft missverstanden und reduziert werden, birgt Probleme. Themen, die in der Gamer-Szene kritisch und sachlich diskutiert werden, werden von der Politik und der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Dabei handelt es sich aber um Fragen, die den Verbraucherschutz oder den Schutz von Jugendlichen vor Abzocke betreffen. Themen, die auch die Aufmerksamkeit der Politik bräuchten.

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