In der Coque wurde am Donnerstag das neue Projekt des “High Performance Training and Recovery Center” (HPTRC) vorgestellt. Es ist ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen LIHPS, dem “Luxembourg Institute for High Performance in Sports”, das den Hochleistungssportlern in Luxemburg eine Rundum-Betreuung garantieren soll. Sowohl was die sportwissenschaftlichen, wie auch die medizinischen oder psychologischen Aspekte betrifft.

Das “High Performance Training and Recovery Center” wird somit ein wichtiger Teil der sportwissenschaftlichen Betreuung der Luxemburger Athleten darstellen. Deswegen wird die Coque seine Infrastruktur in den kommenden Jahren modernisieren. Damit die Kaderathleten bereits während ihren Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio davon profitieren können, wird sich die erste Phase der Umbauarbeiten vor allem auf die Maßnahmen konzentrieren, die dem Spitzensport in Luxemburg am stärksten zugutekommen. 2018 soll mit den Arbeiten begonnen werden.

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Trainingsdiagnostik

So wird zum Beispiel der Kraftraum vergrößert und den Bedürfnissen der Kaderathleten angepasst. Das Trainingsschwimmbecken wird mit moderner sportwissenschaftlicher Technik ausgestattet. Aber auch angewandte Trainingsdiagnostik wird in Zukunft von der Coque angeboten. Die Realisierung der ersten Phase wird 4,5 Millionen Euro kosten und wird von der Coque getragen. Die zweite Phase betrifft eher Bereiche, die auch den “normalen” Kunden der Coque zu Gute kommen sollen, wie zum Beispiel der Ausbau des Saunawelt oder die Umgestaltung des Eingangsbereich. Ein genaues Budget für diese Phase liegt noch nicht vor und hängt zum Teil von der Entwicklung der ersten Phase ab.

Da Luxemburg nur über eine kleine Zahl an Hochleistungssportler verfügt, versucht man auch internationale Athleten nach Luxemburg zu lotsen. Allerdings sollen die Freizeitsportler in Luxemburg ebenfalls von den professionellen Bedingungen profitieren können.

Finanzierung

COSL-Präsident André Hoffmann und Sportminister Romain Schneider haben es begrüßt, dass die Pläne endlich in die Tat umgesetzt werden. Da die Coque bloß Anbieter dieser Dienstleistungen ist, muss noch im Detail geklärt werden, wer für die Nutzung aufkommt.  Schneider wollte nicht vorgreifen und verwies auf die Vorstellung des Haushaltes am 11. Oktober in der Chamber. Hoffmann kann sich eine Mischfinanzierung gut vorstellen.

Da die Coque wohl zusätzliches Personal braucht und eine öffentliche Einrichtung ist, trägt der Staat einen Teil der Finanzierung bei. Kaderathleten, die auf eine finanzielle Unterstützung des COSL zurückgreifen, könnten diese Nutzen um auf die Trainingsmöglichkeiten in der Coque zurückzugreifen. Das gesamte LIHPS-Konzept könnte einen Quantensprung für den luxemburgischen Leistungssport bedeuten.

Mehr zum “High Performance Training and Recovery Center” lesen Sie in der Tageblatt-Printausgabe vom Freitag, dem 22. September.

 

 

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