Brüssels Zentrum wird zur Fußgängerzone

Brüssels Zentrum wird zur Fußgängerzone
(AFP/Nicolas Maeterlinck)

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Besucher aus Luxemburg aufgepasst: Wer beruflich oder privat demnächst mit dem Auto nach Brüssel reist, kann im Zentrum der belgischen Hauptstadt von der Erweiterung der Fußgängerzone ausgebremst werden.

Brüssel will ab dem 29. Juni den Verkehr weitestgehend aus der Innenstadt verbannen, in dem die Fußgängerzone rund um die Altstadt und innerhalb des kleinen Rings erweitert wird. Das berichtet das Online-Portal Flanderninfo.be. Für Gäste aus Luxemburg heißt es, sich frühzeitig darauf einstellen.

Eine Möglichkeit wäre das Navi im Auto auf den neuesten Stand in Sachen Straßenkarte der belgischen Hauptstadt zu bringen. Wie es im Bericht heißt, haben die Verantwortlichen vor Ort bereits Kontakt mit großen Navi-Herstellern aufgenommen und ihnen die Änderungen durchgegeben. Ein rechtzeitiger Kartenupdate am PC oder in der Werkstatt kann daher Autofahrern aus Luxemburg eine Menge Ärger ersparen.

Chaos vorprogrammiert

Das Projekt „Autofreie Stadt“ stößt nicht bei allen Beteiligten auf Gegenliebe. Bei der Brüsseler Handelskammer ist man skeptisch, dass sich mit der neuen Regelung das Verkehrsaufkommen in der belgischen Hauptstadt verringert wird. Vor allem in den Stadtvierteln außerhalb des kleinen Rings befürchtet die Handelskammer ein Verkehrschaos, wenn die Menschen sich mit ihren Autos durch die kleineren Straßen durchschlängeln. Die betroffenen Geschäftsleute befürchten Umsatzeinbußen wegen ausbleibender Kundschaft.