Studie
Haushalte geben durchschnittlich 12 Prozent der Nahrungsmittelkosten für Bioprodukte aus
Luxemburger Haushalte geben im Monat durchschnittlich zwölf Prozent ihrer gesamten Nahrungsmittelkosten für Bioprodukte aus. Einen Altersunterschied gibt es nicht – wenig überraschend spielt jedoch die Höhe des Gehalts eine wesentliche Rolle. Das geht aus einer Studie des staatlichen Statistikamtes Statec hervor.
Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Haushalte mit einem höheren monatlichen Einkommen geben mehr für Bioprodukte aus. Das ist das Ergebnis einer Statec-Studie, die sich auf Zahlen aus dem Jahr 2018 bezieht. Bei Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von 6.500 Euro oder mehr liegen die Ausgaben bei 21 Prozent dessen, was insgesamt für Nahrungsmittel ausgegeben wird. Beträgt das monatliche Gehalt zwischen 5.000 und 6.499 Euro, werden immerhin noch 15 Prozent für Bioprodukte ausgegeben. Ein Haushalt mit einem Einkommen von 2.500 bis 4.999 Euro gibt durchschnittlich elf Prozent für Biowaren aus, bei niedrigerem Verdienst sinkt diese Zahl auf 7 Prozent.
Die Konsumenten haben bei der Wahl der Produkte auch klare Prioritäten. Besonders gefragt sind laut der Studie Babynahrung (38 Prozent), Honig (22 Prozent), Eier (20 Prozent), Mehlprodukte und Müsli (15 Prozent), Milch (12 Prozent) sowie Obst und Gemüse (10 Prozent).
Das Statistikamt hat zudem einen weiteren interessanten Vergleich gezogen: 1977 gaben Haushalte rund 29 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Die Ausgaben für Nahrungsmittelkosten liegen heute pro Haushalt bei nur noch 8 Prozent. Im Gegenzug haben Haushalte 1977 nur 19 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aufgebracht – heute liegt dieser Anteil bei durchschnittlich 37 Prozent.