Marcel Dierkens ist tot. Der ehemalige Radprofi hatte Ende der 40er Jahre und Anfang der 50er Jahre einige Erfolge feiern können. Das Besondere ist, dass er erst für Luxemburg und später für Belgien fuhr, wie damals noch eher üblich auf der Bahn und der Straße.

So hat er u.a. im Jahr 1949 zusammen mit Lull Gillen in der „Américaine“ im Brüsseler Velodrom den Sieg davongetragen. Aber auch im Alleingang oder in der Verfolgung (zusammen mit Roby Bintz) sprangen Siege und Podiumsplätze heraus.

Erfolge

Auf der Straße feierte Dierkens von 1948 bis 1956 einige Erfolge in kleineren Rennen. Bei größeren Rundfahrten wollte sich der Erfolg allerdings nie nachhaltig einstellen. Die Tour de France 1953 musste er nach 14 Etappen aufgeben. 1954 beendete er sie auf dem 69. Platz. Aber ein Sieg war nicht das erklärte Ziel von Dierkens. Er leistete Helferdienste für Charly Gaul, allerdings bevor dessen größte Erfolge sich einstellten.
Denn da war Dierkens kein Luxemburger mehr, sondern Belgier. Dierkens wurde nämlich am 3. September 1925 in Arsdorf geboren. Sein Vater war gebürtiger Belgier, seine Mutter hingegen eine geborene Luxemburgerin. Dierkens konnte demnach beide Nationalitäten beanspruchen.
Allerdings war Dierkens seit dem Jahr 1955 kein Belgo-Luxemburger mehr, sondern nur noch Belgier.
Dierkens arbeitete nach seiner Radsport-Karriere erst als Lieferfahrer und später als Magazin-Arbeiter bei Siemens. Er starb am 19. September im Alter von 83 Jahren in Ostende.
khe