In ihrem dritten Spiel der laufenden EM-Qualifikation holte die Luxemburger Nationalmannschaft in Vilnius ihren vierten Punkt. Beim 1:1 gegen Litauen wäre allerdings mehr für die FLF-Elf drin gewesen, die nach dem Führungstor von Gerson Rodrigues erst nach der Pause und in Überzahl eingefangen wurde. In der Tabelle liegt Luxemburg weiter auf Platz zwei hinter der Ukraine und vor Portugal. Bereits am Montag steht das Auswärtsspiel gegen den Führenden der Gruppe B auf dem Programm.

Es war das Thema im Vorfeld der Begegnung: Wie würde die Luxemburger Nationalmannschaft auf den Kunstrasen in Vilnius klarkommen? Nun, es begann aus FLF-Sicht verheißungsvoll. Nach 21 Spielminuten brachte Gerson Rodrigues die Elf von Trainer Luc Holtz mit einem tollen Treffer in Führung. Olivier Thill hatte den Offensivspieler  bedient. Dieser versenkte den Ball nach einer Drehung im Netz.

Zuvor hatte Cernych bereits zweimal für Gefahr vor FLF-Torwart Anthony Moris gesorgt, während Gerson Rodrigues in der 9. der Abschluss verwehrt blieb. Mit einem blauen Auge kamen die Gäste in der 15. davon: Nach einer Luxemburger Ecke wurden die “Roten Löwen” ausgekontert,  der Schlussmann aus Virton packte notgedrungen eine Parade beim Weitschuss von Novikovas aus.

Dann kam es zum besagten Tor von Gerson Rodrigues. Der Stürmer von Jubilo Iwata feierte nicht überschwänglich, sondern widmete das Tor im Kreise seiner Teamkollegen seiner kürzlich verstorbenen Mutter.

In der 35. hatte der Japan-Profi eine weitere gute Gelegenheit. Zuvor hatte Linksverteidiger Dirk Carlson seine zweite Gelbe Karte der laufenden EM-Qualifikationskampagne gesehen. Gesperrt fehlen wird Litauen am Pfingstmontag Mikoliunas, der nach einem harten Foul an Leandro Barreiro kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz flog.

In Überzahl gab es direkt nach dem Dreh trotzdem einen Schreckmoment zu überstehen: Nach einem Patzer von Vahid Selimovic war der blendend aufgelegte Anthony Moris allerdings erneut auf der Hut und drückte den Ball von Cernych über das Gehäuse. Auf der anderen Seite feuerte Gerson Rodrigues einen weiteren Schuss auf’s Tor ab, der allerdings von David Turpel abgefälscht wurde.

FLF-Nationaltrainer Luc Holtz wechselte in der 61. zum ersten Mal: Den gelbbelasteten Dirk Carlson ersetzte Kevin Malget zur Spielstunde. Fünf Minuten später kam Fola-Angreifer Stefano Bensi für David Turpel. Mit zunehmender Spielzeit verloren die Gäste immer mehr den Zugriff auf die Partie, weshalb Litauen in Unterzahl durch Novikovas der 1:1-Ausgleich gelang. Mit Danel Sinani (für Olivier Thill) brachte der Coach seine letzte Waffe im ersten Auswärtsspiel der Qualifikationskampagne. Währenddessen hatten die Hausherren die Kontrolle übernommen und häuften die Standardsituationen vor dem FLF-Gehäuse.

Der zweite Platzverweis der Hausherren (Vorobjovas) brachte den Luxemburgern keinen Vorteil mehr, in der Nachspielzeit traf Stefano Bensi kurz darauf nur das Außennetz.

Statistik:

Litauen: Bartkus – Mikoliunas, Klimavicius, Palionis, Andriuskevicius – Slivka, Vorobjovas – Cernych (89. D. Kazlauskas), Golubickas (52. Simkus), Novikovas – Valskis (55. Laukzemis)

Luxemburg: Moris – Jans, Gerson, Selimovic, Carlson (61. Malget) – C. Martins – V. Thill, Barreiro, O. Thill (80. Sinani), Rodrigues – Turpel (66. Bensi)

Schiedsrichter: Farkas – Ring, Szert (alle HUN)

Gelbe Karten: Novikovas, Golubickas, Laukzemis, Klimavicius – Carlson, O. Thill

Gelb-Rot: Mikoliunas (42., wdh. Foulspiel), Vorobjovas (90.+3)

Tor: 0:1 Rodrigues (21.), 1:1 Novikovas (74.)

 

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