Mobilfunkantennen

11. Mai 2011 14:22; Akt: 11.05.2011 21:48 Print

Das Spiel mit der GesundheitDas Spiel mit der Gesundheit

LUXEMBURG – Sind Mobilfunkantennen schädlich? Wo dürfen sie installiert werden? Das Parlament hat sich am Mittwoch der Frage angenommen.

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Vorbeugen ist besser als heilen, heißt die neue Divise im Zusammenhang mit der Installation von Mobilfunkantennen. (Bild: Tageblatt-Archiv)

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Die Grünen haben die Thematik der Mobilfunkantennen auf die Tagesordnung des Parlaments am Mittwoch setzen lassen. Als Grund geben sie ein Urteil des Verwaltungsgerichtes aus dem Jahre 2009 an. Die Richter hatten damals zwei Einwohnern aus Crauthem in letzter Instanz recht gegeben, die gegen die Inbetriebnahme von sechs Mobilfunkantennen ihrer Nachbarschaft geklagt hatten.

Das Urteil schaffte Jurisprudenz, weil es den Klägern nicht mehr die Beweislast aufbürde, sondern den Funkantennenbetreibern, die beweisen müssten, dass ihre Anlage nicht schädlich sei. Die Lektüre wissenschaftlicher Studien zum Thema liefere keinen Beweis für die Unschädlichkeit der Antennen. Aus diesem Grund sei es im Interesse der Betroffenen, gegen die Genehmigungen vorzugehen, so die Richter weiter. Das Vorsorgeprinzip war bis jetzt nicht im Gesetz eingeschrieben. Es wurde durch dieses Urteil gestärkt.

Globalbelastung

Das Gericht sagte auch, dass im Fall, mehrerer Betreiber an einem Standort die Globalbelastung jeder Antenne bei der Genehmigungen berücksichtigt werden müsste und nicht nur der Emissionswert der einzelnen Antennen.

Alle Redner waren einverstanden, den Gesundheitsschutz zu verbessern und den sektoriellen Plan an die neusten medizinischen und technischen Erkenntnisse anzupassen. Die Einführung neuer Grenzwerte blieb aber umstritten ebenso wie die Ausarbeitung regionaler Mobilfunkpläne. Im Augenblick schreibt das Gesetz einen Höchstwert von 3 Volt/Meter vor. Gefordert wird ein neuer Höchstwert von 0,6 Volt/Meter.

Kontrolle ist besser …

Einige Parlamentarier unterstützten den Vorschlag von "déi gréng", regelmäßige Messungen in der Nähe der Antennen vorzunehmen und das Gesundheitsministerium in die Genehmigungsprozedur der Anlagen einzubinden. Auf diese Weise könne der Schutz der Bevölkerung am besten garantiert werden.

(rh/Tageblatt.lu)

Kommentare (2 Kommentare)
  • Die Grünen fordern
    Et as alt nees wie mat alles: Jidereen hätt gär dass säin Handy iwerall perfekt geet mee d'Antenn steet besser virum Noper sénger Dier. Wetten dass och ALL Gréngen en Handy huet, Stroum brauch an en Auto huet e souwisou.Och wann se als "Show" mam Velo dorueter rennen.Awer nëmmen wa Publikum do as.
    von: Remy am: 11.05.2011 16:46
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