05. Juni 2014 12:21;Akt: 05.06.2014 18:58

Ausschreitungen bei Minister-Treffen

POLIZEIEINSATZ

Am Donnerstag tagen die EU-Innenminister auf Kirchberg. 60 Demonstranten durchbrachen die Sperren. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Während die EU-Innenminister auf Kirchberg unter anderem über die aktuelle Terrorgefahr und einer Verstärkung des Kampfes gegen illegale Immigration tagen, versuchten rund 60 Demonstranten die Konferenz zu stürmen. Es gelang ihnen die Polizeisperren zu durchbrechen und ins Innere des Gebäudes zu gelangen.

Die Polizei hatte große Mühe, die Demonstranten aus dem Gebäude zu bekommen. Zunächst mussten sie eine Sitzblockade in dem Gebäude auflösen. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten, heißt es am Donnerstag von der Polizei. Einige Demonstranten hätten Sprühmittel gegen Beamten benutzt, andere schlugen mit Stangen zu. Die Beamten setzten Tränengas ein. Es enstand Sachschaden. Verletzt wurde niemand, hieß es in ersten Meldungen. Nach einer knappen halben Stunde hatte sich die Lage wieder beruhigt.

Am frühen Abend traf dann die Meldung ein, dass insgesamt 13 Personen festgenommen worden seien, weil sie sich geweigert hätten, das Gebäude zu verlassen und handgreiflich wurden. Sie wurden aber im Laufe des Nachmittags wieder auf freiem Fuß gesetzt.

Im Laufe des Einsatzes wurden laut Polizei mindestens sechs Beamte verletzt. Es gab auch Verletzte auf Seiten der Demonstranten. Eine Person wurde von einem Polizeihund gebissen.

Lauter Protest

Laut Polizei handelte es sich bei den Demonstranten um einen Protestmarsch. Die "Freedom-Not-Frontex"-Gruppe demonstriert gegen die restriktive Einwanderungspolitik der EU. Sie waren am Sonntag zu Fuß in Schengen angekommen.

In den vergangenen Tagen sorgten die Protestler immer wieder für Aufregung. Am Mittwoch versuchten sie auch in die Abschiebungseinrichtung am Flughafen Findel einzudringen.



Tageblatt.lu

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  • jean bodry am 06.06.2014 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Der Polizeieinsatz gegen die protestierenden Immigranten war kein Spaziergang für die Fragen der Immigration zu beantworten. Durch Einsatz von Pfefferspray gegen die Staatsmacht? Verursachte den brutalen Einsatz der Polizei. Auch wenn der Minister seine Beamten lobte für ihren Einsatz. So lies er Zweifel aufkommen. Er muss eine Frage beantworten wieso es möglich war ins Gebäude zu gelangen wo die E- Minister tagten. Hatten wir schon mal mit einem Sprengsatz vor dem Gebäude. Sind die EU-Ministern bei Tagungen noch sicher in Luxemburg. Oder müssen ihre Leibwächter die Räume und Gebäude schützen

  • Ech am 06.06.2014 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eis Police, een Witz.

  • Claude am 05.06.2014 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dir ënnerstetzt Leit déi eis Gesetzer briechen (op illegal Awanderung, Materialzerstéierung oder Rebellioun géint d'Police) a bei esou eppes gëtt et mir nach méi schlecht wéi Iech beim soi-disant "Populismus". Ech wëll kee Massen-Exodus aus Afrika, dat hei ass nu mol eise Kontinent. Da sinn ech eben Populist, je m'en fous!