09. Februar 2017 14:37;Akt: 09.02.2017 20:05

Aktionsplan Wolf

AKTIONSPLAN

Bislang wurde der Wolf lediglich in unseren Nachbarländern gesichtet. Die Luxemburger Behörden sind auf seine Ankunft vorbereitet.

 (Bild: Fabrizio Pizzolante)

Am Mittwoch stellten Staatssekretär Camille Gira und Laurent Schley von der "Administration de la nature et des forêts" den "Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg" sowie eine allgemeine Broschüre mit dem Titel "Wölfe in Luxemburg?" vor.

Durch die negative Rolle in Kindermärchen haben auch viele Erwachsene immer noch ein falsches Bild vom "bösen Wolf". Diese negative Sichtweise müsse abgelegt werden und das Tier objektiv betrachtet werden, forderte der Staatssekretär. Seit 2016 ist der Wolf auf nationaler Ebene geschützt. Bislang gibt es noch keinen Beweis, dass ein Wolf durch Luxemburg gestreift ist. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass rund zwei Drittel der Gesamtfläche des Großherzogtums als Lebensraum für den Wolf infrage kommen würden. "Solange er keine Nutztiere reißt, bleibt seine Anwesenheit dem Menschen meistens verborgen", erklärte Schley.

Entschädigung

Der neue Aktionsplan richtet sich vor allem an professionelle Schafzüchter, Bauern und Jäger, da er sich mit der Entschädigung im Falle eines Angriffs von einem Wolf auf Nutz- oder Haustiere, aber auch der Sicherung der gesamten Herden durch Zäune beschäftigt. Wenn durch eine Rissbegutachtung der Umweltverwaltung eindeutig die DNA von einem Wolf festgestellt wird, dann wird der Halter des getöteten Tieres zu 100 Prozent entschädigt. Auch das Aufstellen von Schutzzäunen wird vom Staat finanziell gefördert.

Wölfe sind sehr scheu. Menschen werden fast nie angegriffen. "Sollte man dem Beutegreifer jedoch einmal auf kurze Distanz begegnen, sind folgende Regeln zu beachten: Man darf niemals wegrennen oder sich in Richtung des Wolfes bewegen. Der Fußgänger soll das im Tier im Blick behalten, Augenkontakt soll jedoch vermieden werden. Durch lautes Rufen und Winken wird der Wolf in die Flucht geschlagen. In gar keinem Fall sollte man Wölfe mit Futter anlocken", erläuterte Schley.

Tageblatt/AH

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  • johnny44 am 12.02.2017 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    De Gira passt gudd op.

  • Red am 10.02.2017 05:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch und Wolf zusammen , das ist noch nie gegangen .

    • Lupus am 10.02.2017 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Dach dat geet de bäschte Beweis sinn eis Hënn déi jo bkanntlech vum Wolef oofstasmen also sinn Synergien méigelech wa mer wëllen.

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  • gbechet am 09.02.2017 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Etass schued, dat ier den éischte Wollef wirklech hei zu Lezebuerg nogewise gët, schon emol d'Entschiedegungen fir Baueren, Jéer asw. musse geklärt gin. Mir sin alleguer der Ménung, dat d'Afrikaner sollen den Elefant erhaalen och wann dat héscht dat déi emmer emol nés an d'Felder vun dénen abriechen a Schued maachen, a mir sin och all der Ménung dat den Tiger an Indien muss erhaalen bleiwen,och wann dat héscht dat all Joer eng Rei Inder vun den Tigeren doud gemaach gin. Mé, wann elo de Wollef virun eiser Dir stét, da musse mir als éischt d'Entschiedegungen klären!

    • luc jung am 10.02.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

      @gbechet An dat mat Recht.

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