Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Polizeigewerkschaft SNPGL war Präsident Pascal Ricquier bekanntlich arg mit der Polizei-Generaldirektion ins Gericht gegangen. Er bemängelte u.a. die zunehmend schlechter werdenden Arbeitsbedingungen bei der Polizei.

„Et war nach ni esou schlëmm wéi elo“, so Pascal Ricquier. Er stellte aber nicht nur die Polizei-Generaldirektion an den Pranger, sondern bemängelte im Nachhinein auch die Haltung des zuständigen Ex-Ministers Etienne Schneider (LSAP) und seines Nachfolgers François Bausch („déi gréng“), der sich gleich auf die Seite der Direktion schlug. Und dies, so die SNPGL, ohne sich im Vorfeld der Stichhaltigkeit der Kritik zu vergewissern.

Im Laufe der vergangenen Woche gab es sowohl einen offenen Schlagabtausch zwischen der SNPGL und dem Polizei-Generaldirektor Philippe Schrantz als auch zwischen der Gewerkschaft und dem Ressortminister Bausch. Es gab zudem regen schriftlichen Verkehr.

Harsche Töne soll es seitens des Ministers auch in Richtung der Staatsbeamtengewerkschaft CGFP gegeben haben. Wie wir in Erfahrung bringen konnten, wurde für den Mittwoch um 10.30 Uhr ein Treffen in den Räumlichkeiten der Polizei-Generaldirektion anberaumt, an dem neben Minister Bausch u.a. auch die Vertreter der CGFP, der SNPGL und natürlich der Polizeileitung teilnehmen sollen.

Ob ein solches Treffen genügt, um die Wogen zu glätten, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt. Eines ist sicher: Die Polizeigewerkschaft wird wohl nicht lockerlassen, bis sämtliche Missstände gelöst sind.

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