Unerschwinglich

22. Juni 2013 08:37; Akt: 22.06.2013 08:57 Print

Luxemburgs Mieten gehen durch die DeckeLuxemburgs Mieten gehen durch die Decke

Die Mieten in Luxemburg werden immer unerschwinglicher. In einem einzigen Jahr legten sie im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,07 Prozent zu. Immer mehr Menschen können sich so keinen geeigneten Wohnraum mehr leisten.

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Im Süden des Großherzogtums, wie hier in Esch (unser Foto), stiegen die Mieten für Wohnungen mit 0,21 Prozent nur geringfügig. (Bild: Tageblatt/Stefan Osorio-König)

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Nachdem das Statec am Donnerstag bekannt gegeben hatte, dass die Kaufpreise für Appartements um über vier Prozent in einem Jahr gestiegen waren, kamen am Freitag vom „Observatoire de l’habitat“ noch wesentlich schockierendere Nachrichten für die Mieter im Großherzogtum.

Zwischen dem ersten Quartal 2012 und dem ersten Quartal 2013 erhöhten sich die Mietpreise um ganze 8,07 Prozent und damit rund dreimal so stark wie das durchschnittliche Preisniveau im Land. Auch für die Mieter von Einfamilienhäusern sind die Nachrichten vom „Observatoire“ schlecht. Die Mietpreise für diese Gebäude stiegen mit fast sechs Prozent ebenfalls extrem stark an.
Lag der Mietpreis pro Quadratmeter im ersten Quartal 2012 noch bei 16,11 Euro monatlich für Appartements, so waren es ein Jahr später schon 17,27 Euro.

14 Prozent im Zentrum

Ähnlich sieht es bei den Einfamilienhäusern aus. Ihre monatliche Quadratmetermiete stieg von 11,55 auf 12,19 Euro. Eine regelrechte Preisexplosion gab es bei Wohnungen mit nur einem Schlafzimmer. Ihre Mietpreise stiegen im Schnitt um 9,12 Prozent. Bei der Mietpreisentwicklung gibt es aber enorme regionale Unterschiede. Verteuerten sich Appartements im südlichen Zentrum und rund um die Stadt Luxemburg um geschlagene 14,10 Prozent, so gingen die Mietpreise im Osten sogar zurück. Dort fielen sie um 9,35 Prozent.

Im Süden des Landes stiegen die Mieten für Einfamilienhäuser sogar um 16,2 Prozent und sind damit trauriger Spitzenreiter im Großherzogtum. Die durchschnittlichen Mietpreise für Appartements erhöhten sich mit einem Zuwachs von 0,21 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012 hingegen kaum. Für ein Appartement in der Hauptstadt musste der Mieter im ersten Quartal 1.476 Euro pro Monat hinlegen, für ein Einfamilienhaus waren es 2.893 Euro.

Im Durchschnitt kostete ein Appartement 1.134, ein Einfamilienhaus 2.187 Euro Miete. Schuld an den steigenden Preisen dürfte vor allem der Rückgang an freiem Wohnraum sein. Im ersten Quartal gab es gut 20 Prozent weniger Angebot an Appartements als noch ein Jahr zuvor.

(Stefan Osorio-König / Tageblatt.lu)

  • Romain Goergen am 23.06.2013 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Loyer bezuelen?

    Vläicht ginn d'Zelter méi bëlleg

  • jemp am 23.06.2013 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Auch gehört

    Es sind auch Welche die froh wären wieder im Ländele zu sein?

  • johnny99 am 22.06.2013 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Majo dann...

    Super. Et get sech elo bestemmt erem bekloot iwwert d'Praiser awer et gin och Leit déi sech eng Wunnéng kaaft hun an esou séier wéi méiglech oofbezuelt hun. Daat héescht dann eben joerzéngtenlaang an engem Schrottauto fueren an net vill Vakanz an och net den allerneitsten i-Gedöns. Dofir: Respekt vir déi Leit! Mée hei ze Letzebuerg hätten mer jo amléiwten den Staat géif eis d'Haus bezuelen, dass met kennen d'Souen ob déck Auto'en verbroden.