Die gute Nachricht gleich vorab: Autofahren und andere Formen der individuellen Mobilität werden weder abgeschafft noch verboten. Uff! Kollektives Aus- bzw. Durchatmen. Spaß beiseite. Auch Verkehrsminister François Bausch („déi gréng“) hat sich wie seine Parteikollegin im Bereich Klima und Umwelt viel vorgenommen. Bei ihm geht es um das Thema Verkehrssicherheit und damit um Menschenleben.

Insgesamt 36 Personen ließen im vergangenen Jahr ihr Leben auf unseren Straßen. Schwere Verletzungen trugen 273 Verkehrsteilnehmer davon. Luxemburg liegt weiter über den Zahlen (max. 16 Tote/133 Schwerverletzte), die für 2020 vorgesehen sind. Aber was sind schon Zahlen im Vergleich zu Einzelschicksalen und zu Menschen, die aus dem Leben gerissen werden oder ihr Leben lang mit den Folgen eines Unfalls zu kämpfen haben? Ein Blick auf die Statistiken der vergangenen zehn Jahre offenbart, dass die Unfallzahlen rückläufig sind. Das ist an und für sich eine sehr gute Nachricht angesichts der Zunahme der Verkehrsteilnehmer im gleichen Zeitraum. Doch das allein reicht nicht.

Zielsetzungen sind Zielsetzungen. Und Minister werden daran gemessen, ob sie das, was sie als Zielsetzungen ausgeben, auch erreichen. Die Maßnahmen, die gestern vorgestellt wurden, sind weitreichend und haben allemal das Zeug dazu. Fazit: Bausch hat keine halben Sachen gemacht.

4 Kommentare

  1. Fiirwat ginn d’Auto-Suiciden carrément ignoréiert? Soulaang d’Leit leider hiirem Liewen en Enn sou maache wellen, as Vision 0 onméiglech. Suicide, nee dat gett et net, doriwwer schwetzt een net. Helleft dat ierdengem? Fiir mech als betraffe Famillemember as et éierlech gesot eng Beleidegung.

  2. Der Minister ist schon gemessen worden, er wurde quasi abgewählt. Es gab eine klare Zunahme (2018) der Verkehrsunfälle nach Einführung der Radare. Vorher haben sie abgenommen. Der Minister wurde trotzdem wieder auf seinen Stuhl gesetzt und kann weitere 5 Jahre sein Unwesen treiben. Und wenn der Minister jetzt 16 Tote für 2020 vorsieht, und es werden 30, dann lässt er das Jahr eben aus seiner Statistik weg, so wie er es mit 2018 getan hat. Und lieber Herr Graaff, falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollen, es geht dem Minister nur nebensächlich um die Unfallzahlen, seine Ideologie ist es, und er hat es vor Jahren schon öffentlich gesagt und versichert, den Individualverkehr abzuschaffen, nichts mehr und nichts weniger! Das ist kein Spaß, er hat es oft genug gesagt, auch wenn er es jetzt nicht mehr laut sagt.

    • Dass er nur quasi abgewählt wurde ist eigentlich eine wirkliche Sauerei. Wenn in der Privatwirtschaft jemand solche grottenschlechte Statistiken abliefert und sie auch noch wissentlich unterschlägt dann wird er gekündigt, fristlos und mit Recht !!
      Solche Leute sind der Grund warum ich schon lange Jahre nicht mehr wählen gehe.

  3. So langsam nervt die Demagogie von Herrn Bausch. Seine Sprüche hinsichtlich der Unfallzahlen wegen überhöhter Geschwindigkeit sind aus dem Zusammenhang gerissen und sind nicht seriös weil dies nicht wirklich erfasst wird. Nach meiner Erfahrung halten sich die meisten an die vorgeschriebene Geschwindigkeit, etliche bleiben sogar darunter. Und wer durch überhöhte Geschwindigkeit einen Unfall baut – was bedauerlich ist – fährt meist deutlich schneller als erlaubt, egal welche Geschwindigkeit erlaubt ist. Wer mit 90 auf den normalen Luxemburger Strassen tödlich verunglücken möchte, der muss sich schon sehr blöd anstellen oder dies geschieht vorsätzlich oder wegen plötzlicher Unpässlichkeiten. Die Hetze gegen Autofahrer reicht, viele sind auf das Auto angewiesen. Vielleicht sollte sich Herr Bausch mal um seine geliebten Radfahrer kümmern, die auf stark befahrenen Nationalstrassen den Verkehr gefährden, obwohl bestens ausgebaute Radwege daneben verlaufen (die ich auch selbst benutze). Gerade für den Schwerlastverkehr sind die Möchtegern-Rad-Rennfahrer ein Problem. Der Staat – also wir Steuerzahler – investiert viel in ein Radwegenetz, welches dann von vielen nicht genutzt wird. Autofahrer werden bestraft für falsches Verhalten, Radlern soll quasi fast alles erlaubt werden. So nicht Herr Bausch

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