Es gibt Spieler, die mit mehr Talent gesegnet sind, und es gibt Spieler, die bessere Voraussetzungen hatten. Rekordnationalspieler wurde aber am Ende Mario Mutsch. Der ehemalige Kfz-Mechaniker legte eine Profikarriere hin, wie man sie im luxemburgischen Fußball nur selten gesehen hat.

Mit Bescheidenheit, Beharrlichkeit und Fleiß schaffte er den Sprung vom belgischen Sechstligisten Olympia Recht zu Profiklubs in der Schweiz und Frankreich. Mutsch war nie einer der auffälligsten Spieler, dafür aber die Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit in Person. Er war die Art Spieler, die unter dem Radar laufen und trotzdem für jede Mannschaft von enormer Wichtigkeit sind.

Obwohl er in den vergangenen zwölf Monaten nicht mehr zu den Stammspielern in der FLF-Formation gehörte, stellte er sich komplett in den Dienst der Mannschaft. Viele ehemalige Profispieler hätten dies nicht über sich ergehen lassen. Mutsch fungierte zuletzt vor allem als eine Art Berater und Vorbild für die vielen jungen Nationalspieler, die noch vor der großen Karriere stehen. Nationaltrainer Luc Holtz wurde für die Nominierung des 34-Jährigen zuletzt oft kritisiert. Dabei zeigte er bei seiner Entscheidung, Mutsch weiter zu berufen, einfach nur eine Portion Menschlichkeit in einem Geschäft, in dem nur das Leistungsprinzip zählt.

Am Sonntag endet im Testspiel gegen Madagaskar eine beispielhafte Karriere. Der luxemburgische Fußball dankt ihm für 101 Mal vorbildlichen Einsatz.

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