Weihnachten und Silvester sind nun bestanden. Für alle, die ihr Zuhause gerade wieder auf Alltag umstellen und sich fragen, wohin mit all den ausgedienten Dekorationsobjekten, hat Daisy Schengen Tipps für die richtige Entsorgung zusammengestellt.

Berge von Geschenkpapier

Wohin mit dem Geschenkpapier, das sich nach der Bescherung im Wohnzimmer türmt? Darf jede Sorte Papier in der Altpapiertonne entsorgt werden? „Leider nicht“, erklärt Thomas Hoffmann. „Grundsätzlich gilt, alle Verpackungen (aus Papier), die mit Plastik beschichtet sind, dürfen nicht in die blauen Behälter geworfen werden, sie gehören in den Restmüll.“

Zur besseren Unterscheidung der verschiedenen Papierverpackungen rät der Fachmann, das Papier in die Hand zu nehmen und zu versuchen, ein Stück davon abzureißen. Kommt dann, wie beispielsweise bei Schokoladenverpackungen, eine Folienschicht zum Vorschein, gehört das „Papier“ eben in die graue Hausmülltonne. In diese Kategorie fallen auch die beliebten Geschenktüten aus kunststoffbeschichtetem Papier.

Kommt beim Abreißen hingegen „nur eine einzige Materialschicht zum Vorschein – also nur Papier –, darf die Verpackung in der blauen Altpapiertonne entsorgt werden“. Es sei auch kein Problem, wenn daran noch einige Klebestreifen vom Verpacken zu finden sind, sagt Thomas Hoffmann. Diese würden während des Recyclingprozesses vom Papier abgelöst und „schwimmen an der Oberfläche, sodass sie vom Papier getrennt werden können“, führt der Fachmann aus.

Ganz auf Einweg-Geschenkpapier zu verzichten, dazu rät Stéphanie Goergen von der Umweltverwaltung. „In erster Linie gilt es, Abfall zu vermeiden. Daher sollten Verbraucher bevorzugt zu wiederverwendbaren Geschenkverpackungen greifen. Das können z.B. Stoffbeutel, Dosen, Schachteln oder auch Einmachgläser sein. Man kann auch Zeitungspapier oder recyceltes Altpapier für die Geschenkverpackung nutzen.“ Aber Obacht, nicht jedes Papier darf über das Altpapier entsorgt werden, betont auch Goergen.

Wer seine Geschenke besonders kreativ verpacktund dabei beispielsweise auf Zeitungspapier zurückgegriffen hat, kann dieses „in angemessener Quantität“ als Bioabfall entsorgen. Allerdings gilt das nicht für eingeschmolzenes, eingefärbtes (Zeitungs-)Papier, Essens- oder Getränkeverpackungen sowie Hygienepapier. All diese Papiersorten gehören zum normalen Haushaltsabfall.

Naturgemäß erhält man aufgrund der Geschenke- und Festschmaus-Einkäufe einige Kassenzettel. Auch sie gehören nicht ins Altpapier, schreibt der Ratgeber vor, den die SuperDrecksKëscht zusammen mit der Umweltverwaltung und dem Entsorger Valorlux Ende 2018 zusammengestellt hat. Da es sich dabei um thermisch behandeltes Papier handelt, das nicht recycelt werden kann, müssen Kassenzettel über den Restabfall entsorgt werden.

Ein zweites Leben für Kerzen

Viele Menschen, die einen Adventskranz zuhause haben, kennen das Problem: Eine Kerze ist fast vollständig abgebrannt, die beiden für den zweiten und dritten Advent entsprechend weniger und die letzte Kerze, die nur eine sehr kurze Zeit vor Weihnachten mit ihrer Flamme den Raum erhellte, sieht beinahe wie neu aus.

Und auch alle, die trotz Sicherheitsbedenken lieber auf Kerzen als Weihnachtsbaumbeleuchtung statt LED-Lichter setzen, fragen sich oft, wie sie sinnvoll die Wachsreste entsorgen könnten.

Ein neuartiges Projekt schafft jetzt Abhilfe. Seit 2018 läuft die Zusammenarbeit, deren Ziel es ist, Kerzenreste für neue Produkte wiederzuverwerten.

Im Rahmen der von der „SuperDrecksKëscht“ gestarteten Initiative werden Wachsabfälle, welche die Verbraucher in den verschiedenen Recyclingzentren abgeben, in Luxemburg u.a. zu Fackeln weiterverarbeitet.

Tränen der Rührung

Sollte jemand beim Anblick eines Weihnachtsgeschenks Tränen der Rührung geweint haben, sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass Taschentücher, im Fachjargon „Papier für hygienische Zwecke“ genannt, nicht in die Altpapiersammlung gehören. Diese Regel gilt auch für Servietten, die zur selben Papierkategorie gehören.

Kork- und Plastik-Verschlüsse

Zu den Resten vom Fest gehören neben dem Fett der Silvesterfondue auch die Verschlüsse von Crémant- und Champagner-Flaschen. Ob aus Plastik oder aus Kork – beide Verschlusstypen und die dazugehörige Metallverpackung können im Recyclinghof abgegeben werden, erklärt Hoffmann.

3 Kommentare

  1. Würde dieses lästige, überflüssige Böllern zu Sylvester generell landesweit verboten, wäre schon ein Grossteil dieses Müllproblems der Endjahresfeiertagen gelöst!

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