Die Luxemburger Privatwinzervereinigung (OPVI) präsentiert die neunte Auflage ihrer charaktervollen, außergewöhnlichen Erzeugnisse. Herbert Becker durfte in die Essenz der besten Tropfen eintauchen.

Die imposanten Räumlichkeiten der BIL-Zentrale in der Hauptstadt waren einmal mehr Schauplatz der Präsentation der Charta-Weine der Luxemburger Privatwinzer-Vereinigung OPVI („Organisation professionnelle des vignerons indépendants“). Weinfreunde, -experten und Gastronomen aus dem In- und Ausland wollten beim Premierenausschank der erlesenen Tropfen mit dabei sein.

Als Repräsentant der BIL verlieh Claude Krecké in seiner Grußadresse seiner Freude darüber Ausdruck, dass die BIL nun bereits seit zehn Jahren als Partner der OPVI fungiert und mit diesem Engagement das Qualitätsbestreben der Chartawinzer fördert und unterstützt.

Unter den zahlreich erschienenen geladenen Gästen konnte er u.a. Weinbauminister Fernand Etgen sowie die luxemburgischen Weinhoheiten Laura Schill und Jana Steinbach mit ihren Prinzessinnen begrüßen.

Die Charta-Weine des Jahrgangs 2016

Bech-Kleinmacher Enschberg – Pinot blanc
Domaine Laurent & Rita Kox, Remich
Machtum Göllebour – Pinot gris
Domaine viticole Häremillen, Ehnen
Ehnen Wousselt – Riesling
Domaine viticole Häremillen, Ehnen
Ehnen Kelterberg – Pinot gris
Domaine viticole Kohll-Leuck, Ehnen
Ehnen Wousselt – Riesling
Domaine viticole Kohll-Leuck, Ehnen
Ehnen Ehnerberg – Pinot blanc
Domaine Keyser-Kohll, Ehnen
Bech-Kleinmacher Naumberg – Pinot gris
Domaine viticole Krier-Welbes, Ellingen (Bahnhof)
Ahn Goellebour – Gewürztraminer
Domaine Max-Lahr, Ahn
Wormeldange Wäibuer – Pinot gris
Domaine viticole Schumacher-Lethal,
Wormeldingen
Wormeldange Pietert – Pinot noir
Domaine viticole Schumacher-Lethal,
Wormeldingen
Wormeldange Nossbam – Riesling
Domaine viticole Schumacher-Lethal,
Wormeldingen
Machtum Ongkaf – Pinot noir
Domaine viticole Schlink, Machtum
Machtum Ongkaf – Riesling
Domaine viticole Schlink, Machtum

Vom Jahrgang 2016 wurden nur 15.000 Flaschen abgefüllt

OPVI-Sekretär Guy Krier war es vorbehalten, die Philosophie und die damit streng verbundenen Qualitätskriterien der Charta-Winzer im Detail vorzustellen. 16 Weinbaubetriebe halten sich seit dem Jahrgang 2008 an diese Regeln, die u.a. den Verzicht auf Anreicherung, die Ertragsminimierung auf 60 Hektoliter pro Hektar sowie die organische Düngung beinhalten. Die Philosophie der Charta bekennt sich in erster Linie zu einem terroirbetonten, naturbelassenen Produkt. „2016 hatten wir einen Ertragsverlust von fast 40% zu beklagen. Das ist auch der Grund für die geringe Abfüllmenge dieses Jahrgangs mit gerade einmal 15.000 Flaschen sowie für die Tatsache, dass nur acht Betriebe aus diesem Jahrgang einen Charta-Wein produzieren konnten. Das, was wir heute präsentieren können, ist aber wohlstrukturiert mit einer schönen Reife“, so Guy Krier weiter. „Die Weißburgunder sind ausgesprochen mineralisch, die Pinot noirs aus der Barrique ausgewogen und gehaltvoll.“

In seiner Funktion als Weinbauminister unterstrich Fernand Etgen in seiner Ansprache die Bedeutung der Charta-Vereinigung für den luxemburgischen Weinbau. „Jeder Wein besticht durch die individuelle Signatur des jeweiligen Winzers, ja die Charta-Weine sind hochpreisig, der enorme Aufwand, der hierfür betrieben werden muss, und nicht zuletzt die außergewöhnliche Qualität rechtfertigen jedoch dieses Preisgefüge. Der Konsument muss natürlich auch lernen, damit umzugehen, aber es lohnt sich für den passionierten Weinliebhaber auf jeden Fall, seinen Weinkeller mit diesen ‘produits phares’ zu bestücken.“

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Präsentation hatten alle Weinliebhaber Gelegenheit dazu, die 13 Weine zu degustieren. Die erlesenen Tropfen sind ab sofort in den entsprechenden Weingütern, in ausgesuchten Gastronomiebetrieben sowie bei Cactus Belle Etoile erhältlich.

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