Seit diesem Monat sind neue, teurere Valorlux-Plastiktüten in den Supermärkten im Umlauf. Die Plastikbeutel werden oft von Kunden benutzt, die ihren Einkaufskorb oder ihre übliche Mehrweg-Einkaufstasche beim Besuch des Supermarkts vergessen haben. Um auf das Versäumnis hinzuweisen, steht „Please forget me“ auf den neuen Tüten. Zugleich soll der Kunde dazu bewogen werden, seinen Konsum an Einweg-Plastiktüten zu reduzieren. In diesem Zusammenhang wurde auch an der Preisschraube gedreht. Der Preis dieser Beutel steigt von drei auf fünf Cent.

Die „alten“ Plastiktüten werden aber noch für drei Cent angeboten, solange der Vorrat reicht, betont Valorlux in einer Mitteilung.

Gefährlich und widerspenstig

Die leichten Plastiktüten würden häufig nur einmal benutzt, weil sie nicht so widerstandsfähig wie die wiederverwendbaren Einkaufstaschen seien, so Valorlux weiter. Die Folge sei, dass sie schneller zu Abfall werden. Oft würde man sie nach der Nutzung dann in der Natur wiederfinden. Dort seien sie aber u.a. für die Tiere gefährlich. Außerdem würde die Umwelt stark belastet, weil der Plastik sich nicht schnell oder gar nicht auflöst.

Das Gesetz vom 21. März 2017 über Verpackungen und Verpackungsabfall hat als Ziel, die Nutzung der leichten Plastiktüten drastisch zu reduzieren. So sollen Kunden ab dem 31. Dezember dieses Jahres in keinem Geschäft des Landes mehr eine Plastiktüte gratis erhalten. Geplant ist, bis zum 31. Dezember 2019 den Jahresverbrauch an Einkaufstaschen aus Plastik auf 90 pro Einwohner zu begrenzen.

Ziel: Nur noch 40 Tüten pro Jahr

Ab Ende 2025 soll der Konsum dann sogar auf unter 40 Tüten sinken. Im Augenblick werden noch durchschnittlich 140 Einwegtüten pro Jahr und pro Einwohner benutzt. Eine Person, die einmal pro Woche für die Familie einkaufen geht, kann auf bis zu zwölf Plastiktüten zurückgreifen. Das entspricht 50 Tüten im Monat und 600 Tüten im Jahr. Die Lebensdauer der Plastikbeutel liegt aber im Durchschnitt bei nur 30 Minuten.

Seit der Einführung der „Öko-Tut“ seien 829 Millionen Plastiktüten eingespart worden, erklärt Valorlux. Das seien 5.651,2 Tonnen Plastikmüll oder 12.568.925 Liter Erdöl (ein wichtiger Bestandteil der Plastikbeutel), die nicht in der Umwelt gelandet seien.

 

9 Kommentare

  1. Plastikstuuten sollen ofgeschaaft gin. Komesch dass glaichzaiteg an den Supermarchéen an och schons an aner Geschäfter ëmmer méi Saachen an den Blisterverpackungen ugebueden gin. Och Saachen déi ouni Problem kënnen am Lasenen verkaaf ginn. 80 Gramm Zoossiss an enger Blisterverpackung, ass nëmmen ent vun villen Beispiller

  2. Warum werden diese Plastiktüten nich einfach komplett aus den Supermärkten verbannt und verboten. Früher gab es Kartontüten (Papiertüten) die waren gut und würden auch heute ihren Dienst erweisen sollte man seine Eco-Tüte oder Einkaufskorb vergessen haben.
    So einfach wäre das.
    Frage mich nur woran es liegt dass man diese Plastiktüten immer noch in den Supermärkten findet, denn den meisten ist es egal wenn sie paar Cent dafür bezahlen müssen.
    Daher gibt es nur eine Lösung,….weg damit!

  3. Es ist unglaublich, wieviel Geist in der Welt aufgeboten wird, um Dummheiten zu beweisen!
    Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit.

    • GENAU! Bei uns privat werden Plastiktüten nur im Notfall benutzt, da wir fast immer einen kleingepackten Einkaufsbeutel dabei haben, der in jede Jacken- oder Hosentasche passt. Ansonsten kann man sich zur Not auch eines Kartons aus dem Supermarkt bedienen. Vorhandene Pastiktüten werden von uns mehrfach genutzt z.B. zum Verpacken von Brot, um es vor dem Austrocknen zu schützen oder zum Aufbewahren von schmutziger Wäsche und Schuhen unterwegs nur um zwei Beispiele zu nennen. Ein echtes Problem sind die stark zunehmenden Lebensmittelverpackungen selbst kleinster Lebensmittelmengen aus Plastik. Und auch die Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff. Andererseits – ohne den entsprechenden Kunststoffmüllanteil würden die Verbrennungsprozesse in den Müllverbrennungsanlagen nicht richtig funktionieren und es müsste Öl oder Gas zugeheizt werden. Es muss einfach sichergestellt sein, das der Müll nicht in der Natur landet. Und das liegt in der Hand eines Jeden von uns.

  4. Soulaang praktesch all Produkt eenzel am Plastik oder Haartplastik agepaakt gët, soulaang kaafen ech och fir puer Cent eng Tuut dobai, wou ech dono kann main Dreck dramaachen.

  5. Wou mir vu Plastik schwätzen. Ech hun öfters d`Praiser verglach beim Gedrenks, et ass net normal dass d`Gedrenks an Plastiksfläschen emmer nach méi bëlleg verkaaf gëtt wéi an de Glasfläschen. Ech schwätzen vum Literprais (Vidange net abegraff) Daat dirft net sin, da géif och vill manner Plastikoofall entstoen.
    Merci.

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