Die Niederlande sind die Nation der Fahrradfahrer. Knapp 140.000 Kilometer Radwege durchziehen das Land und laden zum Radfahren ein. Ein kleines Teilstück des Radwegnetzes leistet aber etwas ganz besonderes: Es produziert Strom.

2014 baut die Niederlade den innovativsten Radweg der Welt: Die Betonplatten der Piste sind nämlich mit Photovoltaik-Panelen ausgestattet. Damit den empfindlichen, sonneneinfangen Platten nichts passiert, liegt über ihnen noch eine dicke Schutzglasschicht. Das Solarradweg-Teilstück ist zwar nur etwa 100 Meter lang, doch produziert es genügend Strom um drei Personen damit zu versorgen. 9.800 kWh kann die SolaRoad pro Jahr produzieren.

Wäre das komplette Netz damit ausgestattet, könnten 1,2 Millionen Menschen in Holland durch Radwegstrom versorgt werden – immerhin dann jeder vierzehnte Bürger. In Amerika errechnete das Ehepaar Julie und Scott Brusaw, das eine ähnliche Idee per Crowdfunding finanzieren wollte, dass Amerika etwa dreimal so viel Strom produzieren könnte, als sie pro Jahr verbrauchen, wenn alle Straßen mit solchen Solarpanelen bestückt wären.

Kein Interesse aus Luxemburg

Doch das Projekt hat auch seine Schattenseiten. Gerade am Anfang hatte der Solarradweg mit Schwierigkeiten zu kämpfen – Witterung und Abnutzung setzten ihm zu. Doch die Entwickler von des SolaRoad Projekts gaben nicht auf und behoben die Probleme. Außerdem kommt hinzu, dass die Straßen-Photovoltaik-Module etwa 30 Prozent weniger Strom produzieren als die auf den Dächern montierten Solarmodule. Dabei sind die SolaRoads aber um ein vielfaches teurer als normale Straßen.

Das sind auch die Gründe, wieso Solarradwege für Luxemburg nicht in Frage kommen. In einer parlamentarischen Antwort am Freitag teilte der Infratrukturminister Francois Bausch mit, ihm sei das Projekt zwar bekannt, doch für Luxemburg sei dies nicht interessant und auch im Rahmen des Ausbaus des Radwegnetzes nicht vorgesehen.

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