“Um 10.45 Uhr ging es los”, berichtete eine Augenzeugin. “Zuerst sah man Rauch – zehn Minuten später die ersten großen Stichflammen. Dann hat es mehrmals mächtig geknallt.”

Das Feuer, das am Freitagvormittag in einem Recyclingunternehmen in der rue Haute im Hammer Industriegebiet ausbrach, war enorm. Die Rauchsäule: kilometerhoch. Über die gesamte Luxemburger Innenstadt legte sich von Westen her ein riesiger, dunkler Schatten.

Die Polizei riegelte den Ort ab, um 10.53 Uhr ging der Notruf beim CGDIS ein.  Insgesamt rückten 75 Feuerwehrleute aus neun Wachen aus und machten sich auf den Weg nach Hamm. Mit dabei: Experten, die auf das Löschen von Chemikalien spezialisiert sind. Vor Ort wurde das Operationszentrum “CGO” aktiviert, von wo aus der Einsatz der Rettungskräfte koordiniert wurde.

Auch ein Spezialfahrzeug vom Luxemburger Flughafen leistete Unterstützung. Das konnten die Retter gut gebrauchen. Denn sie standen vor einem Problem. Die Löscharbeiten verschlangen zu viel Wasser. Weil der Druck in den Hydranten vor Ort nicht ausreichte, richteten die Rettungskräfte einen Pendelverkehr ein. “Am Anfang muss man massiv Wasser nutzen, um die Flammen kleinzukriegen”, erklärte Cédric Gantzer vom CGDIS gegenüber dem Tageblatt. Um mehr Wasser heranzuschaffen, wurden Feuerwehrtrucks zu weiter entfernten Hydranten entsandt. “Die Wagen haben dann die eigentlichen Löschfahrzeuge gespeist, damit diese mit ausreichend Druck und Leistung löschen konnten”, sagte Gantzer.

Das CGDIS appellierte wegen der Rauchentwicklung an die Bürger, Fenster und Türen wegen des Qualms geschlossen zu halten.

Mehrere Gebäude, die sich direkt neben der Lagerhalle befinden, wurden während der Löscharbeiten evakuiert. Die Menschen versammelten sich auf den Wiesen rund um das Industriegebiet. Die Polizei riegelte den Gefahrenbereich auch für den Verkehr ab, Autobahn, Kreisel Irrgarten sowie N2 waren jedoch noch befahrbar. Um 12.30 Uhr war das Feuer “unter Kontrolle”. Eine Person erlitt eine leichte Rauchvergiftung und musste ins Krankenhaus.

Das deutsche Unternehmen Remondis ist laut Eigenangaben der weltweit größte private Recyclingdienstleister. In der Filiale in Luxemburg werden auch Sonderabfälle und kontaminierte Böden entsorgt. Vor dem selben Gebäude war erst im Mai ein Brand ausgebrochen, als ein Altpapier-Container Feuer fing.

5 Kommentare

  1. Et wir dach net schwei’er an all Lagerhaal brendbar Material getrennt ze laageren. An getrennt fun fonkenbildendem Material !

    Fir ee Fei’er brauch een Brennbares an ee Fonken, soss get et keen Fei’er !

  2. Liesen elo bei RTL dat och gefei’erlech Produit’en an dem Depot waren.
    Wei’ kannn daaa sinn an engem Wunn- an Buroquartier ????

    Wo’u war ITM mat den Kontrollen ??

  3. Ja dass nennt man heisse Entsorgung ??????????????? Dass sind die großen entsorgungsunternehmen die hier in den 90 Jahren angesiedelt worden sind während der kleine luxemburger entsorger und Schrotthändler vom Markt gedrängt und schikaniert wurde konnten diese wachsen mit staatlichem Segen und in Wohngebieten angesiedelt werden da sieht man ja wohin das führt ! Ein Denkansatz an unsere ach so umweltbewussten Politiker 😂🤔

  4. Ass do keng anstaenneg Waaserleitung an der Industriezone? Do misste, wéi an ville Länner üblech, Hydranten um Trottoir stoën!

    Elo waert demnächst do opgerappt gin.

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