Ahnungslos steht das Opfer am Freitagabend an einer Bushaltestelle am boulevard Royal mitten in der Hauptstadt. Mit ihm warten zahlreiche andere Nachtschwärmer auf den Bus. Plötzlich tauchen zwei Jugendliche auf. Sie gehen auf den Wartenden zu – und schlagen ihm grundlos mit der Faust ins Gesicht. Der Schlag ist so fest, dass dem jungen Mann die Brille vom Gesicht fliegt.

Alle Menschen an der Bushaltestelle sind verblüfft – niemand kennt die beiden Schläger. Die Polizei will trotzdem mit den möglichen Zeugen sprechen. Denn die Vermutung liegt nahe: Die beiden Gewalttäter hatten eine “Happy Slapping”-Aktion umgesetzt.

Demütigung des Opfers

Das Phänomen stammt aus Großbritannien. Im Vordergrund solcher Attacken steht die Demütigung eines unbekannten Opfers. Die Angreifer laufen auf die Person zu und schlagen wie aus dem Nichts auf sie ein. Das hört sich krass an – und kann auch ziemlich gefährlich enden. Denn solche unerwarteten Schläge können schwere Verletzungen verursachen.

Oft wird das ganze Geschehen mit der Handykamera gefilmt. Die Angreifer sind meistens Halbstarke, agieren in der Überzahl und haben – wie am boulevard Royal – keinerlei Beziehung zu dem Opfer.

Wer hat am Freitagabend zwischen 22.20 und 22.40 Uhr den Angriff an der Bushaltestelle beobachtet? Wer hat gesehen, wie die beiden Gewalttäter in Richtung Stadtpark flohen? Die Polizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 4997-5500 entgegen.

11 Kommentare

  1. …und wenn solche “Halbstarken” an einen “Ganzstarken” geraten bekommt dieser noch Probleme,weil er sich zur Wehr gesetzt hat und dem “Halbstarken” die Nase zertrümmert hat.
    “Happy Slapping”

    • wenn ihnen mal solche halbstarken oder andere idioten begegnet sind wird man (justiz) ihnen als ganzstarker die frage stellen ob ihre handlungsweise “angemessen (ein dehnbarer begriff)” war. dann kann es ganzteuer werden.

  2. Die Umstehenden hatten doch sicher alle ihr i-phone in der Hand. Sie hätten also ein Foto der Angreifer machen können, trauten sich aber wahrscheinlich nicht.

    Oder sie steckten den Kopf in den Sand da ihnen bewusst war, dass die Justiz die Halunken sowieso ungeschoren davon kommen lässt.

    Würde mich nicht wundern wenn kriminelle Nachahmer bald auch die in Grossbritannien praktizierten Säureattacken ausführen würden.

  3. Ass flott, dass all Trend en schéinen engleschen Therme muss ginn, ma déi Entwécklung, dass mir ufänke Strofdoten esou Bezeechnungen ze ginn, fannen ech net gutt. Nennt Kand beim Numm, soss verharmloost een onnéideg eng schlëmm Strofdot.

    “Happy Slapping” ass näischt anescht wei “coups et blessures volontaires”, sou wei et am Code pénal steet, an de banale Fait, ass schon en délit. Mat Krankeschäin ass een dann op max. 2 Joer Prisong an 2000- € Geldstrof.

  4. Sou Krimineller sollten eng Saisie op hier zukünftech Paii gemach kreien.. sou laang bis sie 50.000€ un hier Opfer ofbezuelt hun. Wan en Opfer sech awer gewiert sollt kreien misst hien nach eng Medail vum Schtaad dobai kreien.

  5. Ëmmer e puer flott Saachen an der Täsch hunn. Pefferspray zum Beispill ass zwar verbuede mä e gëtt jo schliisslech géint Béischten agesat an dofir kann een dat och als Noutwier duerchgoe loossen…

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