Das Walt Disney Studio hat Filmregisseur Rian Johnson mit der Entwicklung einer neuen Trilogie für das “Star Wars”-Universum beauftragt. Das gab Konzernchef Bog Iger am Donnerstag nach Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse bekannt. Johnson ist Regisseur des neuen “Star Wars 8: Die letzten Jedi”, der im Dezember in die Kinos kommt. Die darauffolgende Episode neun soll von Filmemacher J.J. Abrams gedreht werden und ist für 2019 geplant.

Die neue Trilogie geht damit über das hinaus, was von George Lucas ursprünglich im Rahmen von neun Filmen erdacht wurde. Dass Johnson die neue Dreier-Reihe entwickeln soll, ist ein großer Vertrauensvorschuss, schließlich hat die Öffentlichkeit “Die letzten Jedi” noch nicht gesehen.

“Star Wars”-TV-Serie für geplanten Streamingdienst 

Zusätzlich zur Trilogie kündigte das Filmstudio zudem an, eine “Star Wars”-TV-Serie für seinen geplanten Streamingdienst vorzusehen. Der Dienst soll, so wie Iger bereits Anfang September verkündete, Tausende Fernsehepisoden und Hunderte Filme umfassen. Eine Serie wird auf dem Pixar-Film von 2011, “Monsters Inc.” basieren, eine andere auf der Geschichte der Filmserie “High Schoool Musical”. Der für 2019 geplante Streamingdienst solle in einer “wesentlich niedrigeren” Preisklasse als Netflix liegen, sagte der Disney-Chef. Für Netflix zahlen Kunden derzeit rund 10 Euro monatlich.

Mit Blick auf die neuen “Star Wars”-Filme erklärte Disney, die Geschichten würden von der Skywalker-Saga abgetrennt. Johnson werde neue Charaktere aus einer Gegend der Galaxie vorstellen, die bisher nicht bei “Star Wars” vorgekommen seien, hieß es in einer Stellungnahme.

Neuigkeiten vertreiben Frust über enttäuschende Quartalszahlen

Filmproduzentin Kathleen Kennedy von Lucasfilm würdigte Johnson. Sie sei sicher, er werde wunderbare Sachen entwickeln. “Er ist eine kreative Kraft, und ihm bei der Produktion von “Die letzten Jedi” zuzuschauen, war eine der größten Freuden in meiner Karriere.” Johnson wird den ersten Teil der neuen Trilogie schreiben und diesen als Regisseur gemeinsam mit seinem Produktionspartner Ram Bergman umsetzen. Sie hätten bei der Produktion des aktuellen “Star Wars”-Films eine tolle Zeit gehabt und freuten sich auf eine Fortsetzung dieser großen modernen Mythologie, sagten sie.

Die “Star Wars”-Neuigkeiten vertrieben an der Börse den Frust über die enttäuschenden Quartalszahlen. In den drei Monaten bis Ende September fielen die Erlöse im Jahresvergleich um drei Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar (11,0 Mrd Euro), wie der Konzern mitteilte. Der Überschuss sank um ein Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

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