Luxemburg ist laut der europäischen Kommission ein „Trendsetter“ mit ihrer „Open Data“-Politik. Das geht aus einer Studie hervor, die vom europäischen Datenportal veröffentlicht wurde. „Open Data“ sind Daten, die frei zugänglich sind. Die Philosophie dahinter besagt, dass die Bürger eines Landes ein Maximum an Informationen haben sollten, um sich selbst eine Meinung zu bilden. Das gilt auch für Informationen aus den Behörden.
Dafür haben verschiedene Länder, wie beispielsweise Deutschland, schon länger entsprechende Portale. In Luxemburg wurde das Portal im vergangenen Jahr gestartet. In den beiden analysierten Bereichen der „Präsenz einer Open-Data-Politik“ und der „Nutzung von Open Data“ schneidet Luxemburg überdurchschnittlich gut ab. Nur beim „Impakt der Daten“ liegt das Land deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Der kürzliche Start des Portals lasse sich aber bereits spüren, meint das europäische Datenportal.
Luxemburg im Mittelmaß
In der Studie wird auch analysiert, welche Daten die Luxemburger am meisten interessieren. Die geografischen Daten werden demnach am öftesten konsultiert, also wo sich bestimmte Dörfer oder Städte befinden. Es folgen Statistiken von der luxemburgischen Statistikbehörde Statec und auf dem dritten Platz landet die Kategorie „Transport“, darunter Verkehrsdaten.
Die luxemburgische Regierung pocht immer wieder auf die Wichtigkeit der Digitalisierung. Im kürzlich veröffentlichten „Digital Report“ der EU-Kommission schnitt sie allerdings nicht besonders gut ab. Laut dem Bericht benutzen die Bürger des Landes das Internet durchschnittlich viel, es wird allerdings noch recht wenig von den Unternehmen und von den Behörden selbst benutzt.
De Maart

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