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Zehn Dinge, die Sie über das Coronavirus wissen müssen

Das Coronavirus ist dezeit das Gesprächsthema. Hygienemasken und Desinfektionsmittel sind ausverkauft, auch in Luxemburger Supermärkten gibt es erste Hamsterkäufe. Hier finden Sie die zehn Dinge, die Sie zum Coronavirus wissen müssen. 

Desinfektionsmittel, Hygienemaske und Einmalhandschuhe: Die Nachfrage danach ist seit Auftreten von Covid-19 stark gestiegen.

Desinfektionsmittel, Hygienemaske und Einmalhandschuhe: Die Nachfrage danach ist seit Auftreten von Covid-19 stark gestiegen. Foto: dpa

Das Coronavirus verbreitet sich derzeit rund um den Globus. Auch in Luxemburg gab es schon einen Fall. Das Tageblatt hat ein paar Fragen und Antworten rund um das Virus und die dadurch ausgelöste Krankheit Covid-19 zusammengestellt. 

1. Wie wird das Virus übertragen?

Die Covid-19-Krankheit wird von Mensch zu Mensch übertragen, und zwar durch Tröpfcheninfektion. Es ist nicht ganz sicher, wie lange das Virus auf Gegenständen oder Oberflächen überlebt, so die WHO. Aber wahrscheinlich kann es ja nach Umweltbedingungen von wenigen Stunden bis mehrere Tage überleben. Eine Übertragung über importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck ist unwahrscheinlich. Das schreiben das Luxemburger Gesundheitsministerium und die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Ein Risiko geht auch von rohen oder zu wenig gekochten Fleischprodukten aus. Wird das Fleisch aber durchgekocht oder -gebraten, stirbt das Virus ab.

2. Welche Symptome treten auf?

Das ist unterschiedlich. „Die Symptome variieren von mittelschweren bis schweren Atemwegserkrankungen mit Fieber, Husten und Atembeschwerden“, teilt das Gesundheitsministerium mit. Laut WHO sind am häufigsten Fieber, Müdigkeit und trockener Husten als Symptome anzutreffen. Manche Patienten hätten auch Gliederschmerzen, eine Schnupfnase, Halsschmerzen oder Durchfall. Wieder andere stecken sich an, aber entwickeln gar keine Symptome und fühlen sich auch nicht schlecht. Etwa eine von sechs Personen wird mit Covid-19 ernsthaft krank und entwickelt Atemprobleme. Etwa zwei Prozent der Menschen, die die Krankheit hatten, sind bisher gestorben, schreibt die WHO. Generell gilt: Menschen mit Fieber, Husten und Atembeschwerden sollten sich medizinische Hilfe holen. 

3. Wie wird Covid-19 behandelt?

„Derzeit gibt es keine spezifische Therapie für Covid-19, die Forschungen laufen allerdings“, schreibt das Luxemburger Gesundheitsministerium. „Die Behandlung ist daher hauptsächlich symptomatisch, das heißt sie ähnelt der bei Husten, Atemwegsbeschwerden oder erhöhter Körpertemperatur eingesetzten Behandlung.“

4. Wie schützt man sich am besten?

Die Schutzmaßnahmen sind die gleichen wie bei anderen Infektionen der Atemwege: Hände regelmäßig und gründlich waschen, in den Ellbogen oder in ein Papiertaschentuch niesen und das Taschentuch sofort in einem abgedeckten Mülleimer entsorgen, Händeschütteln und Küssen vermeiden, engen Kontakt mit kranken Menschen vermeiden, zu Hause bleiben, wenn man krank ist, und vermeiden, das Gesicht mit den Händen zu berühren.

5. Ältere und Personen mit gesundheitlichen Problemen müssen am meisten aufpassen

Wer muss am meisten aufpassen? Genau wie bei der Grippe sind das ältere Personen oder Personen, die schon (schwere) gesundheitliche Probleme haben, schreibt das Luxemburger Gesundheitsministerium. Kinder – so scheint es zum jetzigen Zeitpunkt – sind in der Regel weniger schwer betroffen. 

6. Was ist mit Krebspatienten?

Derzeit gebe es kaum Informationen aus Fallberichten, wie Krebspatienten auf einen Kontakt mit dem Virus reagieren, schreibt der deutsche Krebsinformationsdienst. Es sei aber davon auszugehen, dass Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, schneller und möglicherweise auch schwerer erkranken als Gesunde. Krebspatienten können aus verschiedenen Gründen ein geschwächtes Immunsystem haben, zum Beispiel, weil sie Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken, körperfremde Stammzellen implantiert bekommen haben oder wenige Antikörper im Blut haben.

7. Keine Panik!

Trotzdem gilt vorerst: Keine Panik! „Wenn Sie nicht in einer Gegend sind, in der sich Covid-19 ausbreitet, wenn Sie nicht kürzlich in eine dieser Gegenden gereist sind und wenn Sie nicht in nahem Kontakt mit jemandem waren, der sich unwohl gefühlt hat oder fühlt und in diesen Gebieten war, sind Ihre Chancen, das Virus zu bekommen, momentan niedrig“, schreibt die WHO. Die Risikogebiete gibt es momentan laut dem Luxemburger Gesundheitsministerium in Asien (China, Hong Kong, Macau, Singapur, Japan, Südkorea) im Mittleren Osten (Iran) und in Europa (italienische Regionen Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna und Piemont). Außerdem: Bei 80 Prozent der Fälle verläuft Covid-19 harmlos; die Betroffenen erholen sich vom Corona-Virus ohne eine spezielle Behandlung. Vorkehrungen werden allerdings getroffen, um gefährdete und fragile Bevölkerungsgruppen zu schützen. 

8. Ist man immun, wenn man erkrankt war?

Das ist derzeit noch unklar. Japanische Medien berichteten von einer Frau, die sich zweimal mit dem Virus angesteckt haben soll. Gesichert ist dies aber nicht. Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte das deutsche Robert-Koch-Institut, dass man nach aktuellem Wissensstand immun gegen das Virus werde, wenn man sich bereits einmal angesteckt hatte. Ebenso sagte der Chefarzt des Hygieneinstituts Berlin gegenüber der Bild, dass man nach einer Infektion immun sei. Aber ob dies fürs ganze Leben reiche oder ob die Immunisierung wieder ende, könne im Moment noch nicht gesagt werden.

9. Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt zwischen einem und maximal 14 Tage. Darum ist auch die Quarantäne so lange.

10. Kann man sich über ein Haustier infizieren?

Kann man sich mit Covid-19 von seiner Katze, seinem Hund oder einem anderen Haustier anstecken?Nein, sagt die WHO. Es gebe keinen Beweis, dass Haustiere vom Corona-Virus infiziert wurden oder das Virus verbreiten könnten.

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