Mouvement écologique„Wachstum nicht mit ökologischen Kriterien vereinbar“

Mouvement écologique / „Wachstum nicht mit ökologischen Kriterien vereinbar“
„Die These des ständigen Wachstums in Luxemburg ist nicht plausibel“, sagt die Präsidentin des „Mouvement écologique“ Foto: Editpress/Julien Garroy

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Blanche Weber, Präsidentin des „Mouvement écologique“, kritisiert in einem Interview mit RTL das Wachstumsmodell Luxemburgs. Den Ursprung für diese Entwicklung sieht sie in den Versäumnissen der Politik vor 50 Jahren und fordert neue Kriterien für die Zukunftsgestaltung.

„Wachstum ist mit ökologischen Kriterien nicht vereinbar“, sagt die Präsidentin des „Mouvement écologique“ (Mouvéco) Blanche Weber in einem Interview mit RTL. Wachstum auf einem „endlichen Planeten“ würde die Erde nicht hergeben. „Wir leben auf Kosten der nächsten Generationen“, sagt Weber. 1970 sei der weltweite „Overshoot Day“ noch Ende Dezember gewesen. „Hätten wir damals die richtigen Entscheidungen getroffen, stünden wir sicherlich heute anders da“, sagt Weber.

1970 sei bereits darauf hingewiesen worden, die Solarenergie auszubauen. „Hätten wir das gemacht, dann hätten wir jetzt eine ganz andere Krisensituation“, sagt Weber. Ebenso sei zu dem Zeitpunkt bereits über Kreislaufwirtschaft geredet worden. Der Mouvéco hätte auch die Tram in den 1980er gefordert. Projekte, die damals belächelt wurden, würden heute zeigen, dass sie richtig sind. 

Eine Studie des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) hätte ergeben, dass die These des ständigen Wachstums in Luxemburg nicht plausibel sei, sagt Weber dem Radiosender. Das WIFO hätte vor allem zwei Punkte hervorgehoben. Zum einen wäre „nichts weniger sicher“, als dass in den nächsten Jahren „ein paar 100.000“ weitere Grenzgänger in Luxemburg arbeiten würden. 

Zum anderen sei das Rentensystem auf sehr unsicherem Grund gebaut. Eine durchschnittliche jährliche Produktivitätssteigerung um 1,2 Prozent sei „enorm“. Das würde 2070 eine um 50 Prozent höhere Produktivität als jetzt bedeuten. Die nächste Generation würde nicht nur „die Klima- und Biodiversitätskatastrophe“, sondern auch „eine extrem unsichere Finanzierung des Sozialsystems“ erben.

Angesprochen auf die Politik des Wirtschaftswachstums der CSV-DP-Regierung zum Erhalt des Sozialstaats sagt Weber dem Radiosender: „Wir glauben, dass das kurzfristig verlockend klingen kann.“ Das Wachstum sei früher sinnvoll gewesen. Jetzt seien aber „andere Kriterien für die Zukunftsgestaltung gefordert“. Die Kosten des Wachstums sollen aufgedeckt werden, insbesondere was die Infrastruktur und die Arbeitskräfte angeht, fordert die Präsidentin des Mouvéco.

JJ
26. Februar 2024 - 19.06

@Wann ist Ruhe, die Grünen und Grüninnen und Umweltkämpfer/Innen haben ein Problem. Sie wollen die Welt retten indem sie den Menschen das gute Leben vergällen ,ihnen ein schlechtes Gewissen machen weil sie Fleisch essen oder in den Urlaub fahren wollen. "Bleibt zuhause und rührt euch nicht,wird zur ersten Bürgerpflicht." Wie die Zivilisation demnächst über die Runden kommen soll können sie uns nicht sagen. Wo das Geld für alles und jeden herkommen soll auch nicht.

Wann ist Ruhe?
26. Februar 2024 - 9.33

As et net un der Zeit fir sech mat enger Fläsch Brunello zereck ze zeien, Madame Blanche an Gottes Wasser iwert Gottes Land lafen ze lossen?

breet
26. Februar 2024 - 0.01

Dann sind ja auch Diplome sinnlos, weil die dienen nur dazu mehr zu verdienen um sich mehr zu leisten. Ab dem Kindergarten würde ich mit der Bildung aufhören. Und Wohnraum auf 15 Quadratmeter begrenzen, und als Fernsehsender gibt's nur Kinderkanal, aber ohne Werbung!

rcz
23. Februar 2024 - 15.12

Leider gilt das nicht nur für Luxemburg!