Italien
Postfaschistische Regierungschefin Meloni will sich mehr in der EU einbringen
Giorgia Meloni kann mit dem Ergebnis ihrer Partei bei den Europawahlen zufrieden sein. Die postfaschistischen Fratelli d’Italia erlangten nahezu 29 Prozent der Wählerstimmen. Ihre Koalitionspartner Forza Italia und Lega konnten jeweils nicht einmal ein Drittel dieses Ergebnisses aufweisen – wer also in der Regierung und somit auch gegenüber den europäischen und transatlantischen Partnern die Ansagen macht, ist klar geregelt.
Giorgia Meloni bedankt sich beim Wahlvolk Foto: Filippo Monteforte/AFP
Giorgia Meloni hat sich noch vor dem endgültigen Resultat der Europawahlen als strahlende Siegerin in Italien präsentiert. Bereits die ersten Hochrechnungen sahen die postfaschistischen Fratelli d’Italia (FdI) mit etwa 28 Prozent Stimmanteilen an der Spitze, weit abgeschlagen waren ihre Koalitionspartner – die Forza Italia des früheren Premiers Silvio Berlusconi und die Lega Matteo Salvinis – am Horizont des Wahlhimmels auszumachen. Der einzige Wermutstropfen, den Meloni schlucken muss, ist das Wiedererstarken des Partito democratico (PD) – die Sozialdemokraten und Elly Schlein erzielten achtungsgebietende 24,1 Prozent der Stimmen und können künftig 21 Abgeordnete nach Straßburg schicken.