SolidaritätsmarschHunderte Menschen demonstrierten am Samstag für Frieden in der Ukraine

Solidaritätsmarsch / Hunderte Menschen demonstrierten am Samstag für Frieden in der Ukraine
Der friedliche Demonstrationszug unterwegs Richtung Clairefontaine-Platz  Foto: Deborah Rimi

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Zum zweiten Jahrestag des Beginns der russischen Invasion haben sich Hunderte von Teilnehmern am Samstagnachmittag zu einem Solidaritätsmarsch für die Ukraine in Luxemburg-Stadt versammelt, um ein Ende der Aggression sowie eine möglichst große Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung zu fordern.

In den Morgenstunden des 24. Februar 2022 begann Russland einen illegalen und ungerechtfertigten Krieg gegen die Ukraine. Seitdem sind Millionen Ukrainer auf der Flucht. Um ein Zeichen gegen diesen barbarischen Angriffskrieg zu setzen, nahmen am Samstag zahlreiche Einwohner Luxemburgs, Unterstützer der Ukraine und ukrainische Flüchtlinge an einer friedlichen Demonstration, die von der Vereinigung LUkraine organisiert wurde, teil. Schätzungen der Polizei zufolge fanden sich rund 2.000 Menschen in der Hauptstadt ein, unter ihnen Finanzminister Gilles Roth, der Botschafter der Tschechischen Republik in Luxemburg, Vladimir Bärtl, und der Vizepräsident des Europaparlaments, Marc Angel.

Trotz Regen und Kälte marschierten die Demonstranten aus Solidarität vom Hauptbahnhof zur place Clairefontaine, um an den Tag im Februar 2022 zu erinnern, an dem russische Streitkräfte einen gewaltigen Angriff auf das Nachbarland starteten. Unterwegs ertönte immer wieder die Forderung: „Support Ukraine, save Europe“. Viele Teilnehmer schwenkten die Flaggen der EU, Luxemburgs, der Ukraine sowie anderer Länder und hielten Schilder hoch, auf denen Worte wie „If Ukraine falls, who’s next?“ oder „Be brave like Ukraine“ zu lesen waren.

„Nichts rechtfertigt diesen brutalen Krieg, der um jeden Preis gestoppt werden muss. Unschuldige Menschen sterben weiterhin in der Ukraine, so wie mein Bruder, der im Kampf sein Leben verloren hat“, sagte Yamkova Natalia, ein ukrainischer Flüchtling, dem Tageblatt. Laut Jerry, einem weiteren Demonstranten, verstoße die russische Invasion gegen das Völkerrecht und sei aufs Schärfste zu verurteilen. Darüber hinaus äußerte auch der Honorarkonsul der Ukraine in Luxemburg, Claude Radoux, der leider nicht an der Demo teilnehmen konnte, seine Meinung gegenüber dem Tageblatt: „Um diesen Konflikt zu lösen, müssen die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt werden. Es ist wichtig, Einheit und Solidarität zu zeigen.“

Mit den Hymnen Luxemburgs, der Ukraine und der EU sowie einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Invasionskrieges, gefolgt von zahlreichen Reden, nahm die Kundgebung auf der place Clairefontaine schließlich ein Ende. LUkraine-Präsident Nicolas Zharov betonte in seiner Rede, dass es passend sei, die Zeremonie in der Nähe der Statue von Großherzogin Charlotte abzuhalten. In einer nicht allzu fernen Vergangenheit wurde dem luxemburgischen Volk gesagt, dass „es weder die luxemburgische Sprache noch die luxemburgische Nation gibt, dass sie [die Luxemburger] nur ein Teil Deutschlands sind. Heute versucht Russland, dasselbe in der Ukraine zu tun. (…) Versichern wir zukünftigen Generationen, dass wir nicht gezögert haben, als es darauf ankam, dass wir nicht weggeschaut haben, sondern uns dafür entschieden haben, für das Richtige einzutreten.“

Unerschütterliche Unterstützung

„Die EU hat der Ukraine feste Unterstützung zugesagt. Wir haben humanitäre, militärische, wirtschaftliche, politische und diplomatische Unterstützung geleistet. Seit Februar 2022 haben wir 88 Milliarden Euro für die Unterstützung der Ukraine mobilisiert, davon 28 Milliarden Euro für militärische Unterstützung und wir investieren weiterhin in Verteidigung und Sicherheit“, sagte Anne Calteux, die Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Luxemburg.

Der Krieg sei eine Bedrohung für die Demokratie, sagte seinerseits Parlamentspräsident Claude Wiseler. „Der russische Überfall auf die Ukraine hat uns dies die letzten zwei Jahre noch einmal deutlicher spüren lassen. Dieser Krieg zeigt uns aber auch die enorme Kraft der Demokratie. Die Solidarität, die Stärke sowie die Ausdauer, mit der die Ukrainer ihr Land im Krieg verteidigen, ist ein klarer Ausdruck des Wertes der Demokratie“, so Wiseler. Sie sei in der Lage, Regimen, die sich durch Gewalt, Angst und Unterdrückung auszeichnen, standzuhalten.

„Grundfreiheiten und Rechtsstaatlichkeit sind der Grundstein des Zusammenlebens in einer demokratischen Gesellschaft. Genau diese Werte droht die Ukraine dauerhaft zu verlieren. Wir sind verpflichtet, sie beim Kampf zu unterstützen. Es gilt jetzt mehr denn je, für Freiheit, Würde und Gleichheit einzustehen, wenn wir weiterhin in einer Demokratie leben möchten. Somit bedeutet der Krieg vor allem eins: eine Aufforderung zum Liebesbeweis an die Demokratie“, so der Parlamentspräsident.

„Es ist wichtig, dass wir die Beziehungen zu den ukrainischen Abgeordneten in diesen schwierigen Zeiten für die Demokratie aufrechterhalten. Aus diesem Grund stehen wir in ständigem Austausch mit Vertretern der Ukraine, um Desinformationen, Hassrede sowie Propaganda gezielt vorzubeugen. Anhand der Motionen, die wir seit dem Überfall gestimmt haben, unterstützen wir gezielt die Ukrainer im Krieg gegen Russland. Wir tragen aktiv dazu bei, der Ukraine die finanzielle, militärische und humanitäre Hilfe zu liefern, die sie benötigt, um sich gegen Russland zu verteidigen“, schlussfolgerte Claude Wiseler.

plop
27. Februar 2024 - 16.05

Russen an Ukrainer sin schon Johrhonnerten am Krich.

plop
27. Februar 2024 - 16.04

Firwat gin dei Demonstranten dat net op den terrain, an aneren Wieder an d'Ukraine machen. Wei wann dat do een Zweck haett. Waren wahrscheinlech och gutt letzebuerger Menschen derbei.

Olaf
26. Februar 2024 - 17.24

@ luxmann / genau so ist es

Romain
26. Februar 2024 - 9.11

Ein paar Demonstrante in Luxemburg und Putin stoppt den Krieg. Man muss der Schlange den Kopf abschlagen. Realität und Phantasie ist nicht dasselbe.

luxmann
26. Februar 2024 - 9.06

Hunderte...besonders viele waren das ja nicht. Auch nicht erstaunlich wenn mit scharfmacher slogans wie "our war your war" geworben wird. Das von leuten die aus nachvollziehbaren gruenden vor ihrem krieg gefluechtet sind und nicht fuer ihre zelenski regierung kaempfen wollen. Nebenbei faellt auf das von den anscheinend 3000 bis 4000 fluechtlingen aus der ukraine auch nur eine minderheit hier mit demonstriert.

clauma
26. Februar 2024 - 7.59

An...??? Helleft daat...??.