Sonntag30. November 2025

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Glyphosat: Etgen will „nationale Exit-Strategie“

Glyphosat: Etgen will „nationale Exit-Strategie“

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Der luxemburgische Landwirtschaftsminister Fernand Etgen (DP) will nach der EU-Abstimmung zur Verlängerung der Glyphosat-Zulassung an einer „nationalen Exit-Strategie“ arbeiten. Am Montag hatten die Agrarminister der Union über die Zulassung des umstrittenen Wirkstoffs abgestimmt. Deutschland hatte überraschenderweise für eine Verlängerung gestimmt, sodass eine qualifizierte Mehrheit erzielt wurde. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Der Wirkstoff wurde durch den amerikanischen Chemieriesen Monsanto bekannt, der ihn als „Roundup“ vermarktet.

Etgen erklärt sich die Entscheidung der Länder, die für eine Verlängerung stimmten, vor allem durch fehlende unabhängige Studien, wie er dem Tageblatt gegenüber sagt. Deshalb plädiert er für eine stärker subventionierte Forschung, damit diese „unabhängig von der Industrie“ arbeiten kann. Es liege auch an der Forschung, nach Alternativen zu suchen, damit die Landwirtschaft in Zukunft ohne Glyphosat weiterarbeiten kann.

„Nationales Verbot muss gut begründet sein“

Ein nationales Verbot, wie es LSAP-Fraktionschef Alex Bodry über den Kurznachrichtendienst Twitter forderte, sei kein leichtes Unterfangen. „Wir könnten von der EU angesucht werden, wenn wir uns für diesen Weg entscheiden“, meint der Landwirtschaftsminister. Ein nationales Verbot müsse gut begründet sein. Auch deswegen sei es wichtig, unabhängige Studien vorlegen zu können.

Luxemburg wollte sich eigentlich bei der Glyphosat-Abstimmung enthalten. Nach langen Diskussionen und Unterredungen änderte Etgen seine Meinung und plädiert seit ein paar Monaten aktiv für einen Ausstieg. „Wir haben uns nach der rezenten Veröffentlichung verschiedener Studien umentschieden“, so der Landwirtschaftsminister. Es seien jedenfalls keine Lobbyisten von Monsanto auf ihn zugekommen, beteuert er gegenüber dem Tageblatt.

Neben Etgen zeigt sich auch Umweltministerin Carole Dieschbourg („déi gréng“) enttäuscht über den Ausgang der Abstimmung in Brüssel. Sie spricht im Kurznachrichtendienst Twitter von einem „schlechten Tag für die Gesundheit und die Verbraucherrechte“.

Anton Wurzer
7. Dezember 2017 - 13.08

Herr Vogel ! Nur dumme Menschen brauchen eine Begründung ! Menschen mit wenigstens einem Funken Verstand sehen und verstehen, daß sich alles in Gottes Natur in Kreisläufen bewegt und so jegliches Gift auch letztendlich auf unseren Tellern landet !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Gesunde natürliche Lebensmittel sind nicht nur lebendige Nahrung für lebendige Organismen, sondern in diesem Sinn auch Medizin !!!! Aber sowas lassen wir unsere Kinder in unseren jahrhundertealten "Verdummungsanstalten" selbstverständlich nicht lernen, denn dies stünde der gierigen Industrie und deren Marionetten, den Politikern, im Weg !!!!! Einfach mal nur die einschnürenden Krawatten zur Seite legen u. sich mit den eigenen Händen mit der Mutter Erde beschäftigen u. mit eigenem Vertand die Millionen Zusammenhänge u. Symbiosen verstehen lernen, das wäre Intelligenz !

pierre dirkes
29. November 2017 - 10.06

Et ass lachhaft wéi hei iwer e Produkt debatéiert get, Ech géng virschlo'en, bei der nächster Parlamentswahlt 2018 All Tubakwüren ze verbidden an dann hätte mir Luxusbierger eppes Positives fir L!ETZEBÜRG an de Wee gelücht. De Bayer Schmidt hüt am Sënn vu sénge Bauren an Wënzer an der BRD gedücht,a gehandelt, u Ween denken eis Politiker, d'Äntwert kennt Dir Iech selwer gin!

mamajo
28. November 2017 - 21.54

@frutzus. Wann “e puer” Wëssenschaftler “m e n g e n” Glyphosat wär “v i e l l ä i c h t” kriibserregend, da wär et et mol un der Zäit, Zigaretten ze verbidden, well déi si ganz sécher an nët nëmme “v i e l l ä i c h t ” kriibserregend ! Sie sin och verantwortlech fir vill Härz/Kreeslaafkrankheeten.

Wei wär et wannd en Alkohol geiw verbueden ginn

Vorbei am Thema
28. November 2017 - 16.48

@ Marius
Wir sprachen nicht über Dieselgate hier.
Auch nicht über andere Risiken die Bürger nehmen.

Marius
28. November 2017 - 14.54

Stickoxide in der Atemluft fordern jedes Jahr einige hunderttausend Opfer in der Welt. Alkohol schädigt die Leber und die Bauchspeicheldrüse, von den Hirnschäden nicht zu sprechen. Luxemburg ist grosser Champion für Bauchspeicheldrüsenkrebs in Europa. Man wundert sich. Mindesten genau so viele sterben an den Folgen von Tabakmissbrauch. MC Do & Co verursachen auch einen frühzeitigen Exit. Übergewicht durch zu viel minderwertiges fressen führt zu Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankung. Man sollte jedenfalls das "Prinzip de précaution" nicht auf die leichte Schulter nehmen, besonders bei den oben genannten Fällen, die einwandfrei bewiesen sind. Nicht vergessen zu atmen.

Lylyklein
28. November 2017 - 13.48

@Ulrike
Eigentlich könnte unser JCJ ein Interview geben und uns endlich alle beruhigen.
ZB mit: Esse seit Jahren alles was auf dem europäischen Markt ist und bin gesund wie ein Fisch im Wasser

Ulrike
28. November 2017 - 13.30

Interessant wäre zu wissen was unsere Entscheidungsträger diesbezüglich auf dem täglichen Speiseplan haben.

frutzus
28. November 2017 - 13.29

@Mars
Ech muss net fëmmen, muss awer iessen!

Bistrot
28. November 2017 - 13.17

De Konsument de gäere bëlleg Liewensmëttel hätt. De Wettbewerb gëtt kräfteg verzerrt, wann de Fransous, Belsch an Däitschen dierf, wat mit net dierfen. Nëmmen zesumme gëtt et eng Léisung.

Bistrot
28. November 2017 - 13.15

Glyphosat ass secher keng Limonad an Zigarette solle secher och verbuede sinn.

Max
28. November 2017 - 13.15

@Mars
Für Tiere tödlich und den Menschen "vielleicht tödlich".
Wer will schon als Versuchskarnickel dienen?
Die EU Kommission wohl auch nicht, essen wahrscheinlich alle nur Bioprodukte!?

Nomi
28. November 2017 - 13.08

Hei huet Breissel den "Principe de précaution" iwer Bord geworf !!!!!

Werner B.
28. November 2017 - 12.53

So einige Produkte, die in Deutschland schon seit Jahren im Handel verboten sind, findet man immer noch in luxemburgischen Baumärkten...., aber das will niemand so genau wissen.

Aender
28. November 2017 - 11.10

Ween, hennert eis Agronomen eigentlech drunn, freiwelleg dropp ze verzichten ?

Mars
28. November 2017 - 11.04

@frutzus. Wann "e puer" Wëssenschaftler "m e n g e n" Glyphosat wär "v i e l l ä i c h t" kriibserregend, da wär et et mol un der Zäit, Zigaretten ze verbidden, well déi si ganz sécher an nët nëmme "v i e l l ä i c h t " kriibserregend ! Sie sin och verantwortlech fir vill Härz/Kreeslaafkrankheeten.

frutzus
28. November 2017 - 10.41

Zu Bréissel handele se nom Motto "Après nous le déluge"...
Skandaléis an onverantwortlech!